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Amun

Amun war vom Neuen Reich bis zur Spätzeit einer der bedeutendsten Götter Ägyptens. Sein Name bedeutet "der Verborgene". Er war eine Art Windgott, Luftgott, später auch ein Schöpfergott, durch dessen Hauch die Welt belebt wird. Dargestellt wurde er menschengestaltig mit einer hohen Doppelfederkrone. In der Schöpfungsmythologie von Hermopolis stand er zusammen mit seinem weiblichen Gegenpart Amaunet für das Unsichtbare. Sie bildeten zusammen mit drei anderen urgötterpaaren die göttlichen Urkräfte. Sein Hauptkultort war Karnak bei Luxor . Dort entstand für ihn bzw. für seine Verschmelzung mit dem Sonnengott zu Amun-Re der größte Tempelkomplex Ägyptens. Zusammen mit seiner Gemahlin, der Göttin Mut, und deren gemeinsamen Kind, dem Mondgott Chons, bildete er die Thebanische Triade (Götterfamilie: Vater, Mutter, Kind). Ebenso wie in der Vereinigung mit Re steht er auch in seiner Verschmelzung mit dem Fruchtbarkeitsgott Min zu Amun-Min für die Schöpferkraft des göttlichen Kosmos.

Der Gottesname ist Bestandteil vieler Königsnamen, so z.B. Amenemhet ("Amun ist im Fest") oder Amenhotep ("Amun ist zufrieden"). Die heiligen Tiere des Amun waren der Widder und die Gans. Dargestellt wurde er jedoch zumeist in Menschengestalt mit hoher Doppelfederkrone. Als Amun-Min wurde er ithyphallisch, d.h. mit erigiertem Glied abgebildet.Die Griechen erkannten in Amun ihren eigenen Gott Zeus. Daher nannten sie Theben auch Diospolis Magna. Die Römer assoziierten in dieser Tradition Amun mit Jupiter. Eine berühmte Anekdote der Weltgeschichte ist, dass Alexander der Große im Jahre 331 v. Chr. zur Oase Siwa zog, wo Ammon (eine Variante des Amun) verehrt wurde. Vom Orakel des Ammon wurde Alexander als Herrscher Ägyptens (an)erkannt. Die Metropole Theben stand während des Neuen Reiches und während des ersten Jahrtausends v. Chr. völlig im Zeichen des Amun. Nicht nur die gewaltige Tempelstadt von Karnak, sondern auch der Tempel von Luxor und alle wichtigen Tempel auf der Westseite von Theben standen in einem großen kultischen Zusammenhang. Theben war eine Stadt der großen Tempelfeste und Götterprozessionen, bei denen Amun im Vordergrund stand. Von großer Bedeutung war auch das Götterorakel des Amun, bei dem die Statue des Gottes in einer Barkensänfte aus dem Allerheiligsten getragen wurde und von Priestern befragt werden konnte. In der dritten Zwischenzeit und während der Spätzeit waren die Hohenpriester des Amun zusammen mit den Gottesgemahlinnen des Amun die mächtigsten Menschen in Oberägypten. Der Amun-Tempel war mit Abstand die reichste und mächtigste klerikale Einrichtung in Ägypten.


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