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Petra - antike Felsenstadt in Jordanien

Sie allein ist eine Reise wert: Die antike Felsenstadt von Petra gehört zu den faszinierendsten Sehenswürdigkeiten des Vorderen Orients. Vor zweitausend Jahren hatte das arabische Beduinenvolk der Nabatäer monumentale Heiligtümer und Grabstätten in die Felswände tiefer Schluchten gemeißelt, Theater und Tempel errichtet und eine blühenden Stadt des Karawanenhandels geschaffen.

Video zur Felsenstadt Petra


Felsenstadt Petra - © STERN TOURS

Petra – Jahrhunderte lang ruhte sie versteckt und vergessen in den Canyons der jordanischen Felswüste. Die Beduinen wussten um ihre Existenz. Im Europa ahnte man nichts von ihr. Bis schließlich ein junger Gelehrter aus der Schweiz im Britischen Auftrage den Nahen Osten zu erkunden begann.

Johann Ludwig Burckhardt (1784-1817) war auf seine Reise bestens vorbereitet. Er sprach fließend Arabisch, war orientalisch gekleidet und zog unter dem Pseudonym Scheich Ibrahim Ihn Abdullah durch Syrien und Palästina. 1812 kam er nach Amman. Dort erfuhr er von einer geheimnisvollen, sagenumwobenen alten Stadt, die vollkommen verlassen sei, aber von einem einsamen Beduinenstamm bewacht werde.

Petra die antike Felsenstadt in Jordanien
Petra die antike Felsenstadt in Jordanien - © STERN TOURS

Unter einem listigen Vorwand konnte Burckhardt einen ortskundigen Beduinen als Gefährten gewinnen. Dieser führte ihn zu den Ruinen. Damit war das Geheimnis gelüftet. Das erste Mal seit Jahrhunderten war es einem Europäer vergönnt, einen Blick auf die imposanten Ruinen von Petra zu werfen. Burckhardt war außer sich. Es war der großartigste Moment seines Lebens.

Geschichte der Ruinenstadt Petra

Die antike Ruinenstadt von Petra (El-Batra) gehört zu den bedeutendsten archäologischen Stätten des Nahen Ostens. Sie wurde 1985 ins Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen und ist seit Jahrzehnten ein Anziehungsmagnet für Touristen aus aller Welt. Eingebettet in eine atemberaubende Felswüsten- und Gebirgslandschaft mit tiefen Tälern und Schluchten, reihen sich antike Denkmäler und Bauten, oftmals direkt aus dem rötlich-bunt schimmernden Felsgestein gemeißelt.

Sporadisch waren die Täler der Felswüste von Petra schon in der Jungsteinzeit besiedelt. Im Laufe der Bronzezeit gab es immer wieder Beduinenstämme, die sich hier niederließen. Doch ihre Blütezeit erlebte Petra in der Phase vom 4. Jahrhundert v. Chr. bis zum 1. Jahrhundert n. Chr. In dieser Epoche profitierte sie vom Karawanenhandel zwischen Afrika und Asien.

Die Nabatäer, denen diese Stadt zu verdanken ist, waren ein arabischer Beduinenstamm. Sie kamen ursprünglich aus Zentralarabien und verdrängten im 6. Jahrhundert v. Chr. die Edomiter, die zuvor in diesem Gebiet lebten. Die Lebensweise der Nabatäer war nomadisch. Sie lebten von Viehzucht. Erst der wachsende Karawanenhandel an bestimmten Verkehrsknotenpunkten veranlasste sie, sesshaft zu werden und feste Bauten zu errichten. Von 150 v. Chr. bis 105 n. Chr. formten sie ein einheitliches Staatsgebilde, von den Römern Nabataea (Nabatäa) genannt, das auf seinem Höhepunkt vom Roten Meer bis nach Damaskus reichte und im Westen an Judäa grenzte. Ab 106 n. Chr. wurde Nabataea unter dem Namen Arabia Petraea Provinz des römischen Reiches. In byzantinischer Zeit verlor die Stadt ihre Bedeutung als Karawanenstadt. Im 7. Jahrhundert wurde sie aufgegeben.

Besichtigung von Petra

Petra ist ein monumentales Freilichtmuseum. Man kann Tage durch die Canyons der Felswüste wandern und stets auf weitere Denkmäler und Bauten stoßen. Obwohl die Stadt touristisch sehr beliebt und gut besucht ist, verteilen sich die Besucher in den Tälern und Schluchten. Die Atmosphäre der verlassenen Wüstenstadt bleibt somit zumindest abseits der zentralen Bauten erhalten.

Beginn der Besichtigung: Wadi Musa und Bab es-Sik

Wadi Musa – „Moses-Tal“ – so heißt das breite Wadi mit den Empfangsgebäude („Visitor`s Centre“), der Herberge für Touristen („Petra Forum Rest House“) und dem Eingang zum archäologischen Park von Petra. Bereits im Wadi Musa begrüßen den Reisenden die ersten nabatäischen Monumente und Felsgrabanlangen. Im Hintergrund sieht man moderne Siedlungen, in denen die Beduinen wohnen, die früher in den Höhlen von Petra hausten.

Video zum Moses Tal von oben


Das Moses Tal (Petra Jordanien) von oben mit Eingangsbereich und Hotels in Jordanien - © STERN TOURS

Bereits nach wenigen Metern Fußmarsch in Richtung Sik gelangt man bereits zu den ersten Sehenswürdigkeiten, drei seltsamen ausgehöhlten Blockmonumenten, Dschinn-Blöcke genannt. Vermutlich handelt es sich um Kultgräber. Wenige Schritte weiter entlang des Hauptpfades sieht man auf der linken Seite zwei monumentale Felsenmausoleen. Es handelt sich um das Obeliskengrab, das seinen Namen nach den vier Obelisken an der Front erhalten hat, und um das sogenannte Bab es-Sik, dem „Tor des Sik“, das auf der hellenistischen Fassade ebenfalls fünf Obelisken aufweist. Beide Anlagen stammen aus dem 1. Jahrhundert n. Chr.

Der geheimnisvolle Schluchtgang im inneren Sik

Der Pfad führt schließlich in eine immer enger werdende Schlucht. Bis zu hundert, manchmal fast zweihundert Meter ragen die Felswände empor. An manchen Stellen rücken die Felswände so dicht zusammen, dass man den Himmel nicht sehen kann. Die Felsstrukturen schimmern in allen rötlichen, bräunlichen und ockerfarbenen Tönen. Im Gegensatz zu den Wadis ist dieser Schluchtabschnitt nicht durch Wasser, sondern durch einen tektonisch bedingten Bruch des Berges zustande gekommen.

Am Ende des Schluchtganges erwartet Sie eine Überraschung:

Das berühmte Felsengrabmal Khazne al-Firaun

„Schatzhaus des Pharao“ – so lautet die Bedeutung des arabischen Namens Khazne al-Firaun, den die Beduinen dem Grabtempel am Ausgang des inneren Sik gegeben haben. Spätestens seit den hier gedrehten Hollywood-Filmszenen für „Indiana Jones: Der letzte Kreuzzug“ ist dieses Grabmal weltberühmt. Gern wird die gigantische Fassade als Coverbild für Jordanienbücher verwendet.

Der Moment ist in der Tat ein Höhepunkt jeder Jordanienreise: Durch den engen, dunklen Sik kommend, öffnet sich plötzlich die schmale Felsenschlucht zu einem 250 x 70 m großen Platz, und man steht vor einem gigantischen antiken Felsgrabmal. 28 m breit und 40 m hoch erhebt sich die zweistöckig skulptierte Felsfassade des antiken Mausoleums. Wer sie angelegt hat, ist nicht bekannt. Vermutlich stammt sie aus dem 1. oder 2. Jahrhundert n Chr.

Die Architektur spiegelt römische und hellenistische Stilelemente wider. Die Erdgeschossfassade besteht aus einem Portikus mit sechs korinthischen Säulen. Das obere Fassadenstockwerk wird von einer Rundkapelle in der Mitte dominiert, die seitlich von jeweils einem Halbgiebel mit korinthischen Säulen flankiert wird. Durch die Eingangshalle, dem Vestibül, gelangt man in die Haupthalle, von der drei kleine Nischen abzweigen. Zudem gehen vom Vestibül zwei Seitenkappelen ab.

Der äußere Sik, das Theater und die Königsgräber

Vom Vorplatz des Khazne el-Firaun führt die Schlucht weiter in Richtung Nordwesten. Dieser äußere Sik ist breiter als der innere Sik. Dann öffnet sich das Tal etwas. An den Berghängen erkennt man zahlreiche weitere Felsgräber, allerdings mit einfacherer Fassadendekoration.

Schließlich gelangt man zum antiken Theater, das in die Felsenlandschaft hineingearbeitet wurde. Das Bauwerk wurde vom nabatäischen König Aretas IV. errichtet, der zur Zeit Jesu lebte. Rund 6.000 bis 8.000 Besucher konnten auf den 45 Sitzreihen des Theaters Platz nehmen.

Je weiter man nach Norden geht, desto mehr öffnet sich das Tal. An der rechten, das heißt östlichen Flanke erheben sich die Felshänge des Jebel el-Chubtha. An den Felswänden reihen sich die Fassaden riesiger Grabkultanlagen, die wegen ihrer Größe „Königsgräber“ genannt werden, obwohl niemand weiß, wer hier bestattet worden war. Da ist zunächst das sogenannte „Urnengrab“ mit seinen zweistöckigen Unterbauten und Bögen, dann folgt das kleinere „Seidengrab“, dahinter das 25 m breite und 28 m hohe „Korinthische Grab“, schließlich die monumentale, 49 m breite und 45 m hohe Fassade des „Palastgrabes“.

Das letzte der Grab dieser Gruppe ist dank einer Inschrift einer historischen Person zuzuordnen: Es handelt sich um das Grab des Sextius Florentinus, Gesandter des römischen Kaisers Hadrian, der von 126 bis 130 n. Chr. Statthalter der Provinz „Arabia“ war.

Das Tal mit dem eigentlichen Stadtgebiet des antiken Petra

Nach Westen öffnet sich das Tal, in den dessen Mitte die einstige Stadt lag. Im Gegensatz zu den vielen Grabfassaden und Felsenhöhlen, sind die freistehenden Gebäude des antiken Petra nur noch in ihren Grundmauern erhalten.

Von Ost nach West erstreckt sich die Prachtstraße, die sogenannte Säulenstraße, durch das alte Stadtzentrum. In diesem Stadtzentrum stehen die Überreste der antiken Gebäude aus nabatäischer, römischer und byzantinischer Zeit. Dazu gehören mehrere Tempel, Thermen, der Königspalast, Marktplätze und Villen sowie eine byzantinische Kirche, in der schöne Mosaiken gefunden wurden.

Am Ende der Prachtstraße warten auf den Besucher ein Rastplatz und ein kleines altes Museum sowie rund 250 m weiter ein neueres Museum und ein Restaurant. In den Museen sich besondere Fundstücke, Skulpturen und Münzen aus Petra ausgestellt.

Auf verschlungenen Pfaden zum Felsgrab von Ed-Deir

Das Felsenheiligtum und Mausoleum von Ed-Deir gehört zu den größten und spektakulärsten von Petra. Die 49 m breite und 39 m hohe, in zwei Stockwerke gegliederte Fassade von Ed-Deir hebt sich eindrucksvoll von der Felsenlandschaft ab.

Schon der Weg nach Ed-Deir lohnt sich. Von der Stadt zweigt hinter dem neuen Museum der Weg nach Ed-Deir durch das Wadi Charareeb nach Nordwesten ab. Über verschlungene Pfade, Treppen und enge Felswege wandert man vorbei an einem Löwenheiligtum (einem Kultgrab, das nach einem Löwenrelief benannt ist), einer christlichen Einsiedelei und weiteren Felsbauten.

Weitere Wadis, Schluchten, Felsenheiligtümer und Gräber

Wer nach den sensationellen Sehenswürdigkeiten und grandiosen Aussichten entlang der Hauptpfade noch nicht genug hat und abseits der üblichen Touristenrouten wandern möchte, der kann die Strecken durch das Wadi Siyyagah und Wadi es-Sughra westlich der antiken Stadt erkunden. Dort gibt es zahlreiche Höhlen, Felsgräber, Einsiedeleien sowie eine kleine Kreuzfahrerburgruine auf dem Jebel el-Habis.

Andere alternative Wanderwege mit spannenden Altertümern und Erkundungsmöglichkeiten sind die Wege nördlich der Stadtanlagen, entlang des Wadi Turkmaniya, Wadi el-Nassara und hinauf zum Jebel el-Chubtha sowie im Osten durch das Wadi el-Muthlim, das schließlich durch einen Höhlendurchgang direkt zum Sik zurückführt.

Grandiose Aussichten, Felsgräber, freistehende Obelisken, antike Opferplätze und weitere archäologische Stätten verspricht die Wanderung auf den Jebel Attuf, oberhalb des antiken Theaters. Man kann diese Wanderung südlich des Theaters vom äußeren Sik aus beginnen und kommt dann nach einem großen Bogen im Tal der antiken Stadtanlage wieder unten an.

Autor dieses Artikels: Mirco Hüneburg

Petra die Felsenstadt

Eingebettet in eine atemberaubende Wüsten- und Schluchtenlandschaft, ist die Felsenstadt vonPetra (arabisch: El-Batra) die größte und meistbesuchte archäologische Sensation Jordaniens und eine der faszinierendsten antiken Sehenswürdigkeiten des Nahen Ostens. 1985 wurde sie zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Sie war vor rund zweitausend Jahren vom arabischen Beduinenvolk der Nabatäer als Handelsstadt errichtet worden. In Petra kreuzten sich wichtige Karawanenwege der Weihrauchstraße. Vom Handel wurden die Nabatäer reich. Sie ließen Theater und Tempel errichten und zu ihrem Andenken gewaltige Gräber mit Palastfassaden in den rötlichen Fels der Schluchten und Canyons schlagen.


Video zur Felsenstadt und Schatzhaus von Petra - © STERN TOURS

Die UNESCO begründete damals ihre Entscheidung, Petra ins Weltkulturerbe aufnehmen, damit, dass es sich bei der antiken Felsenstadt um eine der kostbarsten Werke des menschlichen Kulturerbes handele. Für viele Menschen gilt Petra den antiken sieben Weltwundern ebenbürtig. Schon im Mittelalter staunten die Kreuzritter über die geheimnisvolle Felsenstadt. Doch anschließend war sie für Jahrhunderte vergessen. Seit dem Mittelalter hatte sie kein Europäer mehr betreten. Fast schon glaubten die europäischen Gelehrten, dass es sich bei den Aufzeichnungen und Berichten über die verlassene Felsenstadt in der Wüste um Mythen handele. Doch dann wurde sie von einem Abenteuerreisenden wiederentdeckt.


Felsenstadt mit Schatzhaus von Petra - © STERN TOURS

Die Wiederentdeckung von Petra durch Johann Ludwig Burckhardt 1812

Es war der Schweizer Jean Louis Burckhardt – Johann Ludwig Burckhardt (1784 bis 1817), der die Stadt wiederentdeckte. Der aus einer wohlhabenden Familie stammende Burckhardt wurde in Lausanne geboren. Er war ein begabter Schüler und beflissener Student. In Leipzig und Göttingen studierte er Sprachen, Geschichte und Geographie . Später ging er nach England, wo er in Cambridge Arabisch und Naturwissenschaften studierte. Schließlich bekam er von der Londoner „Association for Promoting the Discovery oft the Interior of Africa“ und dem „British Office“ den Auftrag, eine Expedition nach Timbuktu im Westen Afrikas zu unternehmen. Offizielles Ziel sei die Erkundung des Flusses Niger und die Suche nach dessen Quelle, die damals genauso unbekannt war, wie die Quelle des Nil.

Doch insbesondere dem „British Office“ war es eigentlich daran gelegen, nähere Informationen über die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse im Orient zu erlangen. Daher sollte Burckhardt zunächst ins Osmanische Reich und von dort über die Levante nach Nordafrika reisen. Das tat er.

Wegen seiner ausgezeichneten Arabisch-Kenntnisse und seiner orientalische Kleidung konnte sich Burckhardt als Muslim ausgeben. Er reiste unter dem Pseudonym Scheich Ibrahim Ibn Abdullah. Seinen ausländischen Akzent erklärte er mit einer angeblichen indischen Herkunft.

Durch Syrien und Palästina kam er im Jahre 1812 nach Amman im heutigen Jordanien. Dort erfuhr er von einer alten verlassenen Stadt, einer sagenumwobenen und geheimnisvollen Felsenstadt inmitten der Wüste. Lediglich ein dort ansässiger Beduinenstamm wüsste die genauen Zugangswege, wurde ihm gesagt. Der Stamm würde sich als Bewachter dieser Stätte ausgeben.

Um einen ortkundigen Beduinen als Führer zu der alten Stätte zu gewinnen, gab sich Burckhardt als frommer muslimischer Pilger aus, der in der Nähe dieser Stätte auf Gipfel des Berges Hor am Grabe des Aaron ein Ziege opfern wolle. Mit dieser List gelang es ihn, nach Petra geführt zu werden. Auf diese Weise wurde ein altes Geheimnis gelüftet. Er war der erste Europäer, der nach vielen Jahrhunderten wieder die alte Stadt Petra erblicken durfte. Für Burckhardt war es ein Höhepunkt seines Lebens. Leider war die Zeit zu knapp, um detaillierte Aufzeichnungen von der Stadt, ihrer Lage und den einzelnen Bauwerken zu machen. Doch seine Berichte inspirierten zahlreiche weitere europäische Reisen de, das geheimnisvolle Petra zu erkunden.

Für Burckhardt kamen weitere Entdeckungen. So war er seit langer Zeit einer der ersten Europäer, der bis nach Mekka und Medin vordrang. In Ägypten entdeckte er die berühmten Felsentempel von Abu Simbel. Kurz bevor er sich einer Karawane von Ägypten in die Sahara und nach Westafrika anschließen konnte, verstarb er 1817 in Kairo an der Ruhr. Burckhardt war nur 32 Jahre alt geworden.

Die Reiseberichte und Beschreibungen von Burckhardt waren posthum veröffentlicht worden. Doch bereits vor seinem Tode hatte Burckhardt viel von seiner Entdeckung erzählt, so dass die Neugierde weiterer Entdecker geweckt war. Bereits sechs Jahre später kamen zwei britische Offiziere nach Petra, um auf den Spuren von Burckhardt Petra zu erkunden. Es handelte sich um C.L. Irby und J. Mangles. Sie machten dort weitere Entdeckungen, wie beispielsweise die gewaltige Grabfassade von El-Deir (Ed-Deir). Weitere zehn Jahre später kam der französische Adlige Léon de Laborde nach Petra. Von seiner Expedition gibt es zahlreiche Zeichnungen der dortigen Denkmäler. 1836 kam der erste US-Amerikaner nach Petra: Edward Robinson, der sich auch mit der Archäologie des Stadtgebietes im Tal beschäftigte. Ein Jahr später kam der deutsche Geograph Gotthilf Heinrich von Schubert in die Felsenstadt. Es folgten weitere Expeditionen und Reisegruppen, die allesamt neue Erkenntnisse der Stätte aufzeichneten und die Lagepläne und topographischen Karten der Region verfeinerten. 1840 reiste der berühmte britische Archäologe Henry Layard nach Petra. Layard war der Ausgräber der assyrischen Stätten von Ninive und Nimrud in Mesopotamien (Irak). Auch der bekannte englische Forschungsreisende und Schriftsteller Charles Montagu Daughty besuchte Petra. Im 20. Jahrhundert folgten schließlich archäologische Grabungsmissionen. Sie führten insbesondere im zentralen Stadtgebiet Ausgrabungen durch. Die wissenschaftliche Erschließung von Petra und Umgebung dauert bis heute an.

Petra: Lage und Anreise

Petra liegt im Südwesten Jordaniens, in den Bergen östlich des großen Wadi Araba, auf halber Strecke zwischen Totem Meer und Rotem Meer. In alttestamentlicher Zeit lag hier die Region von Edom. Das Tal und die Schluchten von Petra liegen rund 800 Meter über dem Meeresspiegel. Die umliegenden Berge und Felsen ragen bis zu einer Höhe über 1300 Metern empor.

Anreise: Von der jordanischen Hauptstadt Amman fährt man mit dem Pkw über die Landstraße 15. Die Wegstrecke beträgt etwa 250 Kilometer, für die man eine Fahrzeit von rund drei bis vier Stunden einplanen muss. Von Akaba sind es rund 125 Kilometer. Für Touristen gibt es spezielle Busverbindungen von Akaba und Amman nach Petra. Je nach aktueller politischer Lage, wird Petra auch von Eilat in Israel aus angefahren. Vor dem Eingangsbereich von Petra gibt es ausreichend Parkplätze.

Der Eintritt ist teuer. Touristen, die aus Israel anreisen, zahlen mehr als Touristen, die bereits in Jordanien als Übernachtungsgäste gemeldet sind. Es empfiehlt sich, ausreichend Bargeld in Jordanischen Dinar mitzunehmen. Israeltouristen sollten für ihren Abstecher nach Petra umgerechnet mindestens 150 Euro für Eintrittsgeld und Taschengeld dabei haben, plus Fahrtkosten. Zwar gibt es im Ort Geldautomaten und zahlreiche freundliche Jordanier, die bereit sind zu wechseln. Doch spart man sich Zeit und Mühe, wenn man durch die Mitnahme von ausreichend Bargeld vorgesorgt hat.

Geschichte der Ruinenstadt von Petra

Die einzigartige Ruinenstadt von Petra (El-Batra) gehört zu den bedeutendsten und besterhaltenen archäologischen Stätten des Nahen Ostens, vergleichbar mit Palmyra in Syrien, Giza und Karnak in Ägypten. Seit mehreren Jahrzehnten ist sie ein Anziehungsmagnet für Touristen aus aller Welt. Eingebettet in eine atemberaubende Felswüsten- und Gebirgslandschaft mit tiefen Tälern und Schluchten, reihen sich eng aneinander die antiken Denkmäler und Bauten, die zumeist direkt aus dem rötlich-bunt schimmernden Felsgestein gemeißelt wurden. Wer hat all diese Bauten angelegt? In welcher Zeit wurden sie errichtet und seit wann war Petra besiedelt?

Auch wenn die Geschichte von Petra auf immer mit dem Volke der Nabatäer verbunden sein wird, hat der Ort eine lange Vorgeschichte. Bereits in der Altsteinzeit zogen Jäger und Sammler durch dieses Gebiet. In der Jungsteinzeit, vor etwa 9000 bis 10000 Jahren, ließen sich in der Nähe von Petra frühe Siedler nieder, die ganz im Sinne der neolithischen Revolution, dem Übergang von der Nahrungssuche zur Nahrungsproduktion, mit frühen Formen der Landwirtschaft begannen. Die archäologische Stätte der jungsteinzeitlichen Siedler heißt El-Beidha und liegt nördlich von Petra. In der Kupfersteinzeit und frühen Bronzezeit, also im vierten und dritten Jahrtausend v. Chr., gab es in der Umgebung mehrere ladwirtschaftliche Siedlungen und Dörfer. Nomaden, wandernde Viehzüchter, nutzen die Weideflächen für ihre Ziegen und Schafe. Im zweiten Jahrtausend wurden wegen des trockener werdenden Klima s viele Dörfer verlassen. Lediglich die Nomaden blieben mit ihrem Kleinvieh weiterhin in der Region. Aus der Zeit des Alten Testaments sollen zunächst die Horiter, dann das Nomadenvolk der Edomiter in der Region von Petra gelebt haben.

Zu einer Handelsstadt wurde Petra erst unter den Nabatäern. Die Nabatäer waren ein arabischer Beduinenstamm. Sie waren aus den Wüsten der arabischen Halbinsel eingewandert und hatten im 6. Jahrhundert v. Chr. die Edomiter verdrängt. Anfangs war ihre Lebensweise rein nomadisch. Sie lebten von der Viehzucht. Mit der Zeit begann der Handel die dominierende Wirtschaftsform zu werden, auch wenn die Weide- und Oasenwirtschaft fortbestand. Petra lag an einem Knotenpunkt des Karawanenhandels. Hier kreuzten sich die Routen von Südarabien nach Palästina und Syrien sowie die Karawanenwege aus dem Iran und Mesopotamien nach Ägypten. Auf diesen Wegen wurden Gewürze, Weihrauch und Myrrhe, Silber und andere Kostbarkeiten gehandelt.

Die Nabatäer lernten schnell, aus der geographischen Lage Profit zu schlagen. Sie begannen sesshaft zu werden und festen Bauten zu errichten. Durch das Sammeln des winterlichen Regenwassers in Zisternen und mittels Wasserleitungen, die das kostbare Gut ins Tal von Petra beförderten, konnten sie die Versorgung für die ganze Stadt gewährleisten und den Bewohnern und vorbeiziehenden Händlern einen erträglichen Aufenthalt mit aller nötigen Versorgung ermöglichen. Neben den festen Bauten, Tempeln und Grabfassaden, bestimmten lange Zeit noch Beduinenzelte das Stadtbild, deren Anteil durch den Bau von Häusern Schritt für Schritt zurückging. In den heißen Sommermonaten zogen sich viele Menschen in die schattigen und kühlen Höhlen der Felswände zurück. Die Lage in den Schluchten und Tälern mit den hohen Felswänden und nur wenigen Zugängen machte die Stadt zusätzlich zu einer leicht zu verteidigenden Bastion. Um 312 v. Chr. konnten sie dem Heer des makedonischen Alexander-Nachfolgers Antigonos I. Monophthalmos standhalten. Dieser Sieg bescherte den Nabatäern eine lange Periode der Unabhängigkeit, fern der Machteinflussnahme durch die Ptolemäer und Seleukiden, die in den ersten drei Jahrhunderten vor Christus um Palästina und Syrien zahlreiche Kriege führten.

Vom 4. Jahrhundert v. Chr. bis zum 1. Jahrhundert n. Chr. erlebte Petra eine wirtschaftliche Blütezeit. Sie wurde zum Zentrum des Nabatäer-Reiches, das sich auf Kosten der Ptolemäer, Seleukiden und arabischer Beduinenstämme ausdehnte und von einer Königsdynastie regiert wurde. Das einheitliche Staatsgebilde war gegen 150 v. Chr. geschaffen und dauerte bis 105 n. Chr. Die Römer nannten diesen Staat Nabataea (Nabatäa). Auf seinem Höhepunkt reichte das Reich der Nabatäer vom Roten Meer bis nach Damaskus und grenzte im Westen an Judäa.

Die Eroberung von Damaskus unter dem nabatäischen König Aretas III. (Regierungszeit 86 bis 62 v. Chr.) kennzeichnete den Höhepunkt nabatäischer Macht. Zu dieser Zeit dürfte die Stadtbevölkerung von Petra rund 30.000 bis 40.000 Menschen umfasst haben.

Die Römer, die sich im ersten Jahrhundert v. Chr. im östlichen Mittelmeerraum ausbreiteten, führten anfangs lediglich Handel mit den Nabatäern. Doch im Jahre 106 n. Chr. marschierten die römischen Legionen auf Befehl des Kaisers Trajan in Petra ein. Nabataea wurde unter dem Namen Arabia Petraea zu einer Provinz des römischen Reiches. Die Bewohner Petras versuchten das Beste aus der neuen Situation zu machen und setzten ihre Alltagsgeschäfte und den Handel mit Engagement fort. Die Stadt blieb somit weiterhin das Zentrum der Region südöstlich von Palästina.

In der Spätantike und in byzantinischer Zeit wurde die Stadt mit der Ausbreitung des Christentums zum Bischofsitz erwählt. Dennoch verlor die Stadt mit der Zeit ihre Bedeutung als Karawanenstadt. Das Erdbeben vom Jahre 551 n. Chr. veranlasste viele Bewohner, die Stadt zu verlassen. Im 7. Jahrhundert n. Chr. wurde sie von den muslimischen Arabern eingenommen. Die politische, religiöse und wirtschaftliche Landkarte des Vorderen Orients wurde komplett verändert. Petra verlor ihre Stellung als Handelsknotenpunkt und wurde schließlich aufgegeben. Nur wenige Bewohner blieben im Tal zurück.

Unter den Kreuzrittern des Mittelalters erlebte Petra ein kurzes Revival. Diese hatten den Ort befestigt und zwei kleine Burgen auf den Bergkämmen oberhalb von Petra angelegt. Nur rund 20 Kilometer nördlich von Petra entfernt befindet sich zudem die große Kreuzfahrerfestung Montreal (arabischer Name: Shobeq bzw. Shoubak). Auf die Kreuzfahrer geht der Name Moses-Tal zurück, der heute als Wadi Musa fortlebt.

Besichtigung von Petra

Der „archäologische Park“ von Petra ist eine Mischung aus monumentalem Freilichtmuseum und atemberaubender Naturlandschaft. Tagelang kann man durch die Canyons und Schluchten der Felswüste wandern und stets auf weitere Denkmäler und Bauwerke stoßen. Die meisten Touristen entdecken Petra als Gruppe, die in der Regel einen Tag lang vor Ort unterwegs ist. Doch wer Petra ausgiebig würdigen und alle bedeutenden Denkmäler besichtigen will, braucht mindestens zwei bis drei Tage. Wegen der Kürze der Zeit konzentrieren sich die meisten Besucher in bestimmen Tälern und Schluchten vor den wichtigsten Bauwerken entlang einer vorgegebenen Route. Abseits dieser Route verteilt sich die Besucherschar. Nur relativ wenige Individualtouristen und Kleingruppen erkunden ausgiebig die vielen Seitentäler, Wanderwege, Felssteigen und abgelegenen Bauten. So bleibt zumindest abseits der zentralen Bauwerke die geheimnisvolle Atmosphäre der verlassen Wüstenstadt erhalten.

Empfang im Moses-Tal: Beginn der Besichtigung im Wadi Musa und Bab es-Sik

Ein breites Wadi empfängt die Besucher, der vordere Bereich des Wadi Musa bzw. Moses-Tals. Hier befinden sich die Eingangsbereiche, das Empfangsgebäude (Visitor’s Centre), die Touristenherberge (Petra Forum Rest House) und schließlich der eigentliche Eingang zum archäologischen Besichtigungsgelände von Petra.

Bereits im vorderen Wadi Musa begegnet man den ersten nabatäischen Monumenten und Felsgrabanlangen. Im Hintergrund der Berg-Szenerie sieht man in der Ferne moderne Wohnsiedlungen. Dort wohnen heute die Beduinen, die früher in den Höhlen von Petra lebten und die zu Burckhardts Zeiten die Ruinen bewachten und verteidigten. Sie sind umgesiedelt worden, um die Ruinen frei für den Tourismus zu machen.

Nach wenigen Metern Fußmarsch in Richtung Sik gelangt man in Wegrichtung auf der rechten Seite bereits zu den ersten größeren Sehenswürdigkeiten. Es handelt sich um drei seltsame, aus dem Fels geschlagene Blockmonumente. Sie werden Dschinn-Blöcke genannt. Der Name geht jedoch auf eine spätere arabische Interpretation zurück. Dschinns sind im arabischen Glauben Feuergeister. Doch vermutlich handelt es sich bei den Blöcken um Kultgräber, das heißt um Gräber, die zur Anbetung dem Andenken der Verstorbenen dienten, die jedoch nicht direkt dort bestattet waren. Bei zweien sind allerdings Nischen entdeckt worden, die zur Aufnahme von Toten geeignet gewesen wären. Die quaderartige Form könnte auf die Verehrung des nabatäischen Gottes Duschra deuten, der oftmals symbolisch abstrahiert in Würfelform oder Obeliskenform dargestellt wurde.

Weiter entlang des Hauptpfades fallen in Wegrichtung auf der linken Seite zwei monumentale Felsenmausoleen auf. Bei dem einen handelt es sich um das „Obeliskengrab“, das seinen Namen nach den vier Obelisken auf der hellenistisch gestalteten Frontfassade erhalten hat. Es ist gut möglich, dass man sich von den ägyptischen Obelisken hat inspirieren lassen. Die vier Obelisken könnten darauf hindeuten, dass hier vier Persönlichkeiten bestattet waren. Tatsächlich besteht das Grab aus einem quadratischen Hauptraum, von dem seitlich jeweils zwei Grabkammern abzweigen. Allerdings gibt es an der Rückseite eine weitere Nische. Hierbei handelt es sich um eine Bogennische. Vermutlich war hier die Hauptperson bestattet, die nicht in Form eines Obelisken, sondern einst als Statue oberhalb des Einganges dargestellt war. Die Anlage stammt aus dem 1. Jahrhundert n. Chr.

Bei dem zweiten Monumentalgrab handelt es sich um das sogenannte Bab es-Sik, dem „Tor des Sik“, das auf der verwitterten Fassade fünf Obelisken aufweist. Es stammt wegen der räumlichen und stilistischen Nähe vermutlich aus derselben Zeit wie das „Obeliskengrab“. Im Gegensatz zu diesem kann es jedoch genau datiert werden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit gehörte es dem letzten nabatäischen König Rabel II., der von 71 bis 106 n Chr. regierte. Da das Grab keine Grabnischen enthält, geht man davon aus, dass es sich um eine Gedenkkultstätte für den verstorbenen König handelte.

Der geheimnisvolle Schluchtgang im inneren Sik

Der Sik ist der Hauptweg nach Petra. Er war dies bereits in der Antike. Die Eindrücke, die man heute von der Wanderung durch den Sik erlebt, lassen erahnen, welchen Empfindungen die Reisenden vor zweitausend Jahren gehabt haben mussten, wenn sie auf diesem Weg nach Petra kamen. Je weiter man dem Pfad folgt, desto enger und dunkler wird die Schlucht. Die steilen Felswände ragen nahezu senkrecht bis zu hundert, manchmal fast zweihundert Meter empor. Ein beengendes Gefühl befällt dem Wanderer. An einigen Abschnitten rücken die Felswände so dicht zusammen, dass man den Himmel nicht sehen kann. Die bizarren Felsstrukturen schimmern in allen erdenklichen rötlichen, bräunlichen und ockerfarbenen Tönen.

Der enge Schluchtgang ist ursprünglich durch einen tektonischen Bruch im Berg entstanden. Vermutlich war in grauer Vorzeit ein schweres Erdbeben dafür verantwortlich. Die Formen der glatten Felswände sind dagegen durch das Wasser ausgewaschen worden, dass nach Regengüssen sich durch diese Schlucht wälzte und die Wände schliff. Einst überspannte ein Brückenbogen den Eingang zum Sik. Dieser Bogen ist heute jedoch zerstört.

An manchen Stellen sind in die Felswände kleine dekorative Nischen eingemeißelt. Es handelt sich um Votivnischen mit religiösen Motiven. Die Rinne an der Seite der Schlucht war einst eine Wasserleitung, eine Art kleiner Aquädukt, der Wasser von der Mosesquelle durch das Wadi Musa und den Sik in die Stadt von Petra brachte. Zeitweise hatte man hier sogar Rohre aus Terrakotta verlegt gehabt – eine Vorstufe der modernen Wasserleitung. An manchen Stellen, sind kleine Wohnhöhlen in den Fels geschlagen. Vermutlich dienten sie als Unterschlupf für die Stadtwache, die im Sik den Zugang zur Stadt und die Wasserleitung bewachten.

Das Felsengrabmal Khazne al-Firaun

Am Ende des Siks erwartet dem Besucher eine einzigartige Überraschung. Dieser Augenblick ist für viele Touristen der Höhepunkt ihrer Jordanienreise: Durch den engen, dunklen Sik kommend, öffnet sich plötzlich die schmale Felsenschlucht. Das grelle Sonnenlicht blendet die ans Dunkel des Siks gewöhnten Augen. Man gewahrt Säulen und Konturen eines Heiligtums. Dann steht man plötzlich auf einem 250 mal 70 Meter großen Platz vor einer gigantischen skulpierten Felswand.

Dieses prächtigste und am besten erhaltene Monument Petras ist 28 Meter breit. Über zwei Stockwerke ragt die 40 Meter hohe Felsfassade empor. Die Araber gaben dem Bauwerk den Namen Khazne al-Firaun – „Schatzhaus des Pharao“. Eine andere Erklärung konnte sie sich angesichts der Pracht der Fassade nicht vorstellen, als dass hier einmal unermessliche Schätze gelagert haben müssen.

Doch mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich um ein königliches Mausoleum, um einen Grab- oder Totenverehrungstempel aus dem Zeitraum vom ersten Jahrhundert v. Chr. bis zweiten Jahrhundert n. Chr. Es ist gut möglich, dass es von dem Nabatäerkönig Aretas IV. Philopatris angelegt wurde, der von 9 v. Chr. bis 40 n. Chr. regierte. Aber auch die Könige Aretas III. oder Obodas II. kämen als Bauherren in Frage. Da es jedoch keine exakte Quelle für eine genaue Zuweisung gibt, ist nicht auszuschließen, dass das Bauwerk aus der römischen Zeit des 2. Jahrhunderts n. Chr. stammen könnte.

Die Gestaltung der Fassade spiegelt sowohl römische als auch hellenistische Stilelemente wider. Das Erdgeschoss besteht aus einem Portikus mit sechs glatten Säulen, von denen allerdings nur zwei tatsächlich frei stehen, während die anderen mit der Felswand verbunden sind. Oberhalb der mit korinthischen Kapitellen versehen Säulen erstreckt sich ein Fries mit Reliefbildern von Trauben und Voluten. Darüber liegt der Giebel zwei Flügeln in der Mitte und Volutendarstellungen seitlich davon.

Das obere Stockwerk der Fassade wird mittig von einer Rundkapelle, Tholos genannt, dominiert. Seitlich wird diese Kapelle von jeweils einem Halbgiebel mit korinthischen Säulen flankiert. Auf dem Dach der Rundkapelle ist eine Urne dargestellt. Bei der zerstörten Personendarstellung an der Rundkapelle handelt es sich um die verstorbene Persönlichkeit, der dieses Monument gewidmet war.

Das Bauwerk kann betreten und im Innern begangen werden. Durch das Vestibül, der Eingangshalle, gelangt man in den großen Hauptsaal, von dem seitlich jeweils eine kleine Nischenkammer abzweigt. Kultziel des Heiligtums ist eine Kammer an der Rückwand des Hauptsaales. Vielleicht war einst hier der Sarg des Verstorbenen oder dessen Statue aufbewahrt. Auch von der Vorhalle zweigen zwei große Seitenkappelen ab, deren Funktion allerdings unklar ist.

Wegen des ausgezeichneten Erhaltungszustandes wird die Fassade von Khazne el-Firaun gern als Titel- oder Coverbild für Reiseführer und Jordanienbücher verwendet oder für als Werbemotiv für Reisen nach Jordanien. Weltberühmt wurde die Fassade nicht zuletzt wegen der dort gedreht Filmszenen für den Hollywood-Film „Indiana Jones: Der letzte Kreuzzug“.

Der äußere Sik mit dem antiken Theater

Der Vorplatz des Khazne el-Firaun ist nicht das Ende einer Sackgasse. Er ist Teil des Sik vom Wadi Musa, der hier breiter ist und sich nach Nordwesten ausdehnt. Man spricht vom „äußeren Sik“, der sich immer weiter öffnet. Auch hier erkennt man an den Felswänden und Berghängen zur Linken zahlreiche weitere Felsgräber. Sie sind kleiner und haben meist eine einfachere Fassadendekoration. Oftmals sind Säulen reliefartig angedeutet und Zinnen auf dem Dach dargestellt. Viele Fassaden sind stark verwittert. Das Ensemble der Gräber und Felsmonumente gehört zur sogenannten Theaternekropole, nach dem antiken Theater benannt, das sich nördlich anschließt. Die unterschiedlichen Gräber sind auf unterschiedlichen Höhenniveaus erstellt worden, den natürlichen Terrassen der Felslandschaft angepasst.

Schließlich gelangt man zum antiken rosaroten Theater von Petra. Wie die Gräber wurde die gewaltige Tribüne des Theaters in die Felsenlandschaft hineingearbeitet. Lediglich die Bühnenbauten wurden gemauert. Vermutlich stammt das Bauwerk aus der Zeit Christi und wurde vom nabatäischen König Aretas IV. errichtet, dem viele auch die Khazne al-Firaun zuschreiben. In römischer Zeit wurde die Tribüne nach hinten erweitert, wobei einige Felsgräber weichen mussten. Die 45 Sitzreihen der Tribüne boten schätzungsweise 6.000 bis 8.000 Besuchern Platz. Das Halbrund des „Orchestras“ hat einen Durchmesser von circa 25 Metern. Das Bühnengebäude ist bis auf die Grundmauern und vier noch aufrecht stehenden Säulenfragmenten zerstört. Vermutlich geht die Zerstörung auf Erdbeben zurück. Im 363 n. Chr. soll es hier ein besonders schweres Erdbeben gegeben haben.

Die großen Königsgräber

Nach Norden öffnet sich das Wadi zu einem breiten Tal. An der östlichen Flanke erheben sich die Felshänge des Jebel el-Hubtha (Gebel el-Hubze). Hier reihen sich die Fassaden monumentaler Grabanlagen. Wegen ihrer Größe werden sie „Königsgräber“ genannt. Doch tatsächlich ist nicht sicher, welche Herrscher hier bestattet oder verehrt wurden. Nach ihren Charakteristika hat man den Gräber individuelle Namen gegeben. Von Süden nach Norden aufgezählt handelt es sich um das „Urnengrab“, das „Treppengrab“, das „Seidengrab“, das „Korinthische Grab“, das „Palastgrab“ und das „Grab des Sextius Florentinus“, das als einziges einer historischen Person zugeordnet werden kann.

Das "Urnengrab" befindet sich weit oberhalb des Tales über zweistöckigen Unterbauten mit Bögen. Seinen Namen hat es wegen der Urnendarstellung auf dem Fassadengiebel erhalten. Vier Reliefsäulen markieren den monumentalen Eingang. Der Durchgang führt in einen 19 Meter breiten und 17 Meter tiefen Saal. An den Wänden gibt es mehrere Bogennischen und eine große Hauptnische an der Rückwand.

Ein paar Meter weiter nördlich befindet sich das sogenannte „Treppengrab“, das seinen Namen von Treppendarstellungen an der Fassade erhielt. Daneben besticht das kleinere „Seidengrab“ mit seinen Gesteinsfarben an der Fassade. Die Maserung der Felsstruktur und die Farben von Rosa über Rot bis Grau und Ocker haben dem Grab seinen Spitznamen gegeben.

Größer ist das „Korinthische Grab“ mit seiner 25 Meter breiten und 28 Meter hohen Fassade. Auf dem ersten Blick gibt es Gemeinsamkeiten dieses Grabes mit dem Khazne el-Firaun. Dies liegt vor allem an der Darstellung der runden Kapelle, dem Tholos, und den Halbgiebeln mit Säulen auf der oberen Etage der Fassade. Doch die untere Fassade folgt einem anderen Konzept. Hier liegen zur Linken drei Grabkammern mit individuellen Eingängen nebeneinander, während in der Mitte der Fassade der Haupteingang zu einer großen Halle führt, von der mehrere Grabnischen abzweigen. Leider ist dieses Grab nicht so gut erhalten wie das Khazne el-Firaun.

Das größte Grabmonument dieser Denkmäler-Gruppe der sogenannten Königsgräber ist das „Palastgrab“, das seinen Namen aufgrund der 49 Meter breiten und 45 Meter hohen Palastfassade erhielt. Die Fassade besteht aus einer Reihe von vier Eingängen mit Säulenreliefs und Giebeln, die zu jeweils einfachen Kammern führen. Die obere Etage der Fassade besteht aus einer langen, mit Reliefs angedeuteten Säulenkolonnade.

Das letzte der Gräber dieser Gruppe ist kleiner als die anderen und dank einer Inschrift einer historischen Person zuzuordnen. Es handelt sich um das Grab des Sextius Florentinus, Gesandter des römischen Kaisers Hadrian. Sextius Florentinus war von 126 bis 130 n. Chr. Statthalter der Provinz „Arabia“, wie die Römer Nabataea nannten. Er hatte in Petra die Funktion eines Gouverneurs. Obwohl die Fassade stark verwittert ist, lässt sie ihre alte Schönheit erahnen. Das Eingangsportal besteht aus dem Durchgang mit einem angedeuteten Giebeldach und seitlich jeweils einer Relief-Säule und einem Relief-Pfeiler. Der obere Bereich der Fassade besteht aus einem Halbrund mit Ornamenten. Ganz oben wird die Fassade von einem Giebelgebälk abgeschlossen. Innen besteht die Anlage aus einer einfachen rechteckigen Kammer, von der mehrere schmale Nischen abzweigen.

Das Stadtgebiet des antiken Petra im Tal

Westlich der Königsgräber öffnet sich das Tal. In dessen Mitte blühte einst die Stadt. Leider sind die vielen freistehenden Gebäude nur noch in ihren Grundmauern erhalten. Das Stadtgebiet verfügt über eine Art Hauptstraße, der sogenannten „Säulenstraße“, die das Zentrum von Petra ausmachte. Sie erstreckt sich von Osten nach Westen durch das Wadi. Entlang dieser Säulenstraße stehen die Überreste der antiken Gebäude aus nabatäischer, römischer und byzantinischer Zeit. Dazu gehören mehrere Heiligtümer, Thermen, der Königspalast, Marktplätze und Villen sowie eine byzantinische Kirche, in der schöne Mosaiken gefunden wurden.

Von Osten kommend, trifft man zur Rechten zunächst auf die Überreste des Nymphäums. Hierbei handelt es sich um eine Art Prachtbrunnen, der mit dem Wasser aus den Leitungen des Wadi Musa gespeist wurde. Er war sozusagen ein erfrischender Willkommensgruß an die Gäste und Händler, die in die Stadt kamen. Auf der linken Seite breitet sich nach Süden eine große Fläche aus, die einst als Marktplatz und Forum diente. Wegen des schlechten Erhaltungszustands bedarf es einiger Phantasie, sich für diesen Straßenabschnitt ein Stadtbild vorzustellen.

Deutlicher sichtbare Gebäudereste befinden sich weiter westwärts zum Ende der Säulenstraße. Hier stand an der südlichen Seite der Straße einst der große Tempel, der aus einem großen Vorplatz bestand und dem eigentlichen Tempelbau, der von einem Säulenumgang umgeben war. Direkt gegenüber, auf der anderen Seite der Säulenstraße, liegen die Überreste des nabatäischen Königspalastes und des sogenannten Löwen-Greifen-Tempels. Dieser Tempel ist in seinen Grundmauern und mit einigen anstehenden Säulenbasen immerhin noch so gut erhalten, dass man sich eine Vorstellung von seiner einstigen Pracht machen kann.

Das am besten erhaltene Gebäude des alten Stadtzentrums von Petra sind das sogenannte Temenos-Tor, das noch einige Meter hoch ansteht, und der weiter westlich gelegene Qasr el-Bint Firaun („Burg der Pharaonentochter“). Hierbei handelt es sich um ein Heiligtum der nabatäischen Gottheit Duschra. Das Hauptgebäude besteht aus einer Vorhalle mit vier vorgelagerten Säulen. Dann folgen eine Breitraum-Cella und schließlich das Allerheiligste. Das Allerheiligste ist in drei Schreine aufgeteilt. Eine bei den Ausgrabungen gefundene Steinhand lässt vermuten, dass hier eine etwa sechs Meter hohe Götterstatue gestanden haben muss.

Am Ende des Weges der Säulenstraße sind für die Gäste und Touristen ein Rastplatz und ein kleines altes Museum eingerichtet sowie nördlich davon ein neueres Museum und ein Restaurant. In den beiden Museen sind besondere Fundstücke aus Petra ausgestellt. Zu den besten Austellungsstücken zählen zahlreiche Statuen, Reliefs und Friese von verschiedenen Gräbern und aus der Stadt, aber auch einige Münzen und Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs. Weitere Funde aus Petra befinden sich im Nationalmuseum in Amman.

Oberhalb des Stadtzentrums von Petra, im Norden der Säulenstraße, liegen die Ruinen einer byzantinischen Kirche. Sie war einst als dreischiffige Basilika angelegt worden. In den Seitenschiffen der Basilika konnten fantastische Mosaikfußböden freigelegt werden mit zahlreichen figürlichen Motiven. Die Kirche und die Mosaikfußböden stammen höchstwahrscheinlich aus dem 6. Jahrhundert n. Chr. Vermutlich wurde sie bei dem Erdbeben im Jahre 551 n Chr. zerstört.

Auf dem Hügel Jebel el-Habis, der sich westlich der Säulenstraße erhebt, liegen die Ruinen einer kleinen Kreuzritterburg. Am Westhang dieses Hügels befinden sich weitere Grabanlagen, Höhlen und Einsiedeleien. Manche Felsen dieses Abschnittes sind regelrecht durchlöchert wie ein Schweizer Käse. So ergibt sich ein bizarres Bild von der Landschaft.

Das Felsgrab von Ed-Deir

Wer bis zum Stadtzentrum mit der Säulenstraße gekommen ist, hat noch eine der großen Sensationen von Petra vor sich. Vom antiken Stadtgebiet entlang der Säulenstraße führt ein verschlungener Weg durch hinter dem Museum das nach Norden abzweigende Wadi Charareeb zum berühmten Felsenheiligtum von Ed-Deir (El-Deir, auf Deutsch: „das Kloster“). Über verschlungene Pfade, Treppen und enge Felsenwege wandert man vorbei an einem Löwenheiligtum (einem Kultgrab, das nach einem Löwenrelief benannt ist, auch „Löwentriklinikum“ genannt), einer christlichen Einsiedelei aus byzantinischer Zeit und weiteren Felsbauten.

Das Felsenheiligtum und Mausoleum von Ed-Deir gehört zu den größten und spektakulärsten von Petra. Es stammt mit hoher Wahrscheinlichkeit aus dem ersten Jahrhundert n. Chr. Die 49 Meter breite und 39 Meter hohe, in zwei Stockwerke gegliederte Fassade von Ed-Deir hebt sich eindrucksvoll von der Felsenlandschaft ab.

Die Säulen und Fassaden sind bestens erhalten und kaum erodiert. Bereits von weitem sieht man die Giebel und darauf eine riesige steinerne Urne. Wie beim Khazne el-Firaun besteht der obere Teil der Fassade aus einem Tholos, einer Rundkapelle im Zentrum, und jeweils einem Halbgiebel an der Seite. Der untere Teil der Fassade wird von acht reliefartigen Halbsäulen geprägt. In der Mitte führt der Durchgang in einen einfachen, 12 mal 10 Meter großen Saal mit einer Nische in der Rückwand.

Weitere Wadis, Schluchten und Baudenkmäler von Petra

Durch die Felsenlandschaft von Petra kann man tagelang wandern und abseits der touristischen Hauptpfade immer wieder etwas Neues entdecken. Wer nach den sensationellen Sehenswürdigkeiten und grandiosen Aussichten entlang der Hauptpfade noch nicht genug hat, der kann die Strecken durch das Wadi Siyyagah und Wadi es-Sughra westlich der antiken Stadt erkunden. Als alternative Wanderwege mit sehenswerten Altertümern und spannenden Erkundungsmöglichkeiten eignen sich die Wege nördlich der Stadtanlagen, entlang des Wadi Turkmaniya, Wadi el-Nassara und hinauf zum Jebel el-Chubtha.

Im Osten des archäologischen Parks von Petra führt ein interessanter Wanderweg durch das Wadi el-Muthlim, der schließlich durch einen Höhlendurchgang direkt zum Sik zurückführt. Dieser Abschnitt wird auch „der kleine Sik“ genannt. Hier findet man Reste von Aquädukten, Kultnischen und einen Tunnel. Der kleine Sik gilt als besonders beschwerlich zu durchwandern und ist daher selten von Touristen besucht. Umso abenteuerlicher ist die Wanderung für alle Mutigen.

Oberhalb des antiken Theaters verspricht die Wanderung auf den mehr als 1000 Meter hohen Jedel Attuf und durch das dahinter liegende Wadi Farasa grandiose Aussichten, Felsgräber, freistehende Obelisken, antike Opferplätze und weitere archäologische Stätten. Man beginnt die Wanderung vom äußeren Sik südlich des Theaters und kommt dann nach einem großen Bogen im Tal der antiken Stadtanlage wieder unten im Wadi an. Die Wanderung ist nicht ganz unbeschwerlich. Man muss viel bergauf steigen. Weit oben am Berg gelangt man an eine Kultstätte mit zwei Obelisken, die an das alte Ägypten erinnern, aber auch an die Obeliskendarstellungen auf einigen Grabfassaden in Petra. Die beiden Obelisken sind fast sieben Meter hoch und liegen dreißig Meter voneinander entfernt. Es wird vermutet, dass die Obelisken Symbole der Gottheiten Duschra und Al-Uzza darstellen sollen. Die abstrakte Form der Symbole kommt dem arabischen Vorstellungen von der Nichtdarstellbarkeit Gottes nahe.

In unmittelbarer Nähe des Gipfels befindet sich ein antiker Opferplatz. Der Opferplatz besteht aus einem kleine Vorhof und dem eigentlichen Heiligtum mit Opferaltar mit einem seitlichen Opferbecken sowie einer Zisterne zum Sammeln des Regenwassers. Vermutliche diente die Zisterne kultischen Reinigungszwecken.

Folgt man dem Weg weiter südlich um den Gipfel herum, gelangt man zum sogenannten Löwenmonument, einem in Stein gemeißelten großen Löwen, der allerdings stark verwittert ist. Weiter geht der Weg zum sogenannten „Gartengrab“, das aber vermutlich kein Grab war, weil es – im Gegensatz zu den anderen Gräbern in Petra – keine Nischen enthält. Noch weiter entlang des Weges, in der Nähe des Gartengrabes, stößt man auf das „Grab des römischen Soldaten“. Hierbei handelt es sich um einen Hof mit mehreren eingemeißelten Felsfassaden herum. Die Vermutung, dass es sich um eine Anlage zum Andenken eines römischen Soldaten handele, rührt von einer Statue in einer Nische, die einen Mann – der Torso ist noch erhalten – zeigt, der mit seiner Rüstung einem römischen Soldaten ähnelt. Doch wer tatsächlich hier verehrt wurde, ist unbekannt. Weitere sehenswerte Bauten auf diesem Wege sind das sogenannte Renaissancegrab, das mit seiner Fassade an den Stil der italienischen Renaissance erinnert, und dahinter das Giebelgrab, eine Anlage mit einem gesprengten Giebel an der Fassade.

Auswahl weiterführender Literatur:

  • Fabio Bourbon, Petra: Die Geheimnisvolle Felsenstadt, Archäologischer Reiseführer, Köln 2004.
  • Frank Rainer Scheck: Jordanien: Völker und Kulturen zwischen Jordan und Rotem Meer, Köln 1989 (4. Auflage)
  • Hans-Peter Kuhnen, Palästina in griechisch-römischer Zeit, Handbuch der Archäologie, Vorderasien II, Band 2, München 1990.
  • Michael Avi-Yonah: "Petra", in: Enciclopedia dell’arte Antica Treccani, Rom 1961.
  • Tony Howard, Treks and climbs in the Mountains of Wadi Rum and Petra, Cumbria 2007 (4. Auflage).