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Flora und Fauna

Trotz des ariden Klima s und der ausgedehnten Wüstengebiete gibt es in Jordanien eine artenreiche Flora. Die Tierwelt ist zwar weniger Artenreich. Es gibt allerdings exotische Wüstentiere und viele Vogelarten. Das Land ist Durchgangsgebiet der Zugvögel auf ihrem Weg von Europa nach Afrika und zurück.

Die meisten Großtiere, die man in Jordanien zu Gesicht bekommt, sind Haus- und Nutztiere. Die Beduinen sind stolz auf ihre Pferde und einhöckrigen Kamele (Dromedare, Camelus dromedarius). Kleintiernomaden und Bauern züchten Ziegen und Schafe. Das wichtigste Transporttier ist neben dem Dromedar immer noch der Esel. Hunde gelten als unrein und sind meist verwildert.

Wildtiere Jordaniens: arabische und afrikanische Fauna

Über Jahrtausende konzentrierte sich das Gros der Tierwelt auf die Randgebiete der Wüste und die natürlichen Oasen mit ihren Wasserstellen. Je näher man insbesondere dem Jordan und seiner fruchtbaren Uferlandschaft kam, desto dichter zeigte sich die Tierwelt. Der Graben des Jordantales war sozusagen die grüne Lunge der Region.

Noch vor rund hundert Jahren konnte man im Jordantal sowie in den Bergen, Steppentälern und Wadis relativ häufig Oryxantilopen (Oryx), Wildesel (Equus asinus) und Steinböcke (Nubischer bzw. Syrischer Steinbock, Capra nubiana), Dorkasgazellen (Gazella dorcas) und Edmigazellen (Gazella gazella) antreffen. Heute hat sich diese Säugetiertierwelt in wenige inselartige Gebiete zurückgezogen. Die Populationen sind wesentlich kleiner geworden und schwerer anzutreffen. Als Jäger tummeln sich noch vereinzelte Luchse (Lynx lynx), Falbkatzen (Afrikanische Wildkatze, Felis silvestris lybica) und Streifen-Hyänen (Hyaena hyaena) insbesondere im Wadi Araba, dem Grenzgebiet zwischen der israelischen Negev-Wüste und Südjordanien. Leoparden (Panthera pardus) gibt es nur noch ganz wenige auf der israelischen Seite des Toten Meeres. Ebenso trotten noch einige zurückgezogene Wolfspopulationen durch die Täler. Die Wölfe sind dem Menschen gegenüber sehr scheu. Gelegentlich stößt man auf Füchse (in der Regel fellblasse Rotfüchse der Spezies Vulpes vulpes arabica, dagegen keine Wüstenfüchse bzw. Fenneks wie in Nordafrika), die nach Wüstenspringmäusen und Sandrennmäusen jagen. Insgesamt ist das Großwild Jordaniens im Verlauf des 20. Jahrhunderts erheblich zurückgegangen.

Im Altertum sah dies noch ganz anders aus. Noch im frühen Mittelalter konnten die Kalifen bei ihren Ausritten Herden von Antilopen und Gazellen jagen. Jagdschlösser zeugen von ihren Ausflügen. Sogar Löwen gab es noch in Jordanien. Einen ausschnitthaften Einblick in die Naturlandschaft von einst bietet ein Besuch im „Shaumari Wildlife Reserve“ beim Wüstenschloss Qasr el-Azraq. Hier kann man auf einer Fläche von rund 22 Quadratkilometern noch den Rest der einstigen wilden Wasser- und Sumpflandschaft mit Pelikanen und Flamingos erleben. Im Reservat leben neben einigen Dorkas-Gazellen auch wiedereingebürgerte Oryxantilopen. Im Herbst und Frühjahr finden sich wegen des Wassers hier viele Zugvögel ein. Zugvögel sind ein wichtiger Bestandteil der Fauna des Landes. Zusammen mit Israel, dem Libanon und Syrien ist Jordanien Teil eines Korridors, den die Vögel auf ihrem jährlichen Weg nach Afrika überfliegen. Zu den auffälligsten Zugvögeln auf ihre Weg durch das Land gehören die Störche: Schwarzstörche und Weißstörche. Auch Raubvögel nutzen diesen Weg. Darunter findet man Bussards, Adler, Milane und Sperber.

Giftige Tiere im Wüstensand und in den Felsspalten

Wer zu Fuß durch die Wüstenlandschaft wandert, kann auf einige giftige Tiere treffen. Darunter zählen giftige Schlangen wie die Arabische Sandrasselotter (Echis coloratus) und die Hornviper. In Jordanien sind sowohl die Arabische Hornviper (Cerastes gasperettii mendelssohni) als auch die Afrikanische Hornviper (Cerastes cerastes) beheimatet. Auch giftige Spinnen (Schwarze Witwe) und Skorpione können gefährlich werden. Daher gilt die goldene Regel: Immer mit festem Schuhwerk durch die Wüste und Wüstensteppe wandern. Außerdem soll man nicht in Steinritzen fassen oder Steinplatten hochheben, da sich dort allerlei Krabbeltiere versteckt haben können. Ungiftig, aber für viele Besucher zunächst erschreckend, sind die ziemlich großen Walzenspinnen (Solifugae, in den Medien wurden sie als „Kamelspinnen“ bekannt), die mit großer Geschwindigkeit über den Boden huschen können.

Die Flora Jordaniens: karge Landschaften, doch mit großen Artenreichtum

Die Pflanzenwelt Jordaniens wirkt karg. Die Oasen werden oftmals landwirtschaftlich intensiv genutzt. Am Jordangraben und in den Naturschutzgebieten kann man jedoch einige Überraschungen erleben. Jordanien hat zwar weitaus weniger Pflanzen pro Quadratkilometer als ein Land wie Deutschland. Dafür ist die Artenvielfalt fast genauso groß. Das liegt daran, dass Jordanien seit jeher eine Überscheidungszone aus vorderasiatischer und nordafrikanischer Flora darstellt.

An der Grenze zu Israel im Jordantal und auf den Hügeln im Norden ist die Flora sehr mediterran. Hier gibt es auch einige Wälder. Meistens handelt es sich um Gruppen von Eichen, Kiefern oder Wacholderbäumen. Im Nordwesten und an den Hängen der größeren Berg- und Hügelketten gibt es Weiden für Wildtiere und das Kleinvieh der Nomaden. Weiter nach Süden und Osten geht die Vegetation in eine Steppenlandschaft über, die im Sommer sehr karg und wüstenartig aussieht, aber im Winter recht grün sein kann. Die Vegetation der jordanischen Steppenregion hat Ähnlichkeiten mit der Botanik in Anatolien und im Iran. Hier hatte es in alter Zeit wohl durchgehende landschaftliche Verbindungen gegeben.

Im Wadi Araba, am Roten Meer, an den Grenzen zu Saudi-Arabien und zum Irak wird die Strauch-Vegetation immer lichter bis die Landschaft in eine reine Fels-, Stein-, Geröll-, und Sandwüste übergeht. Aber auch die Wüsten könnten temporär aufblühen, wenn es im Winter zu den seltenen Regengüssen kommt. Insbesondere an den Rändern der Wadis taucht dann wie aus dem Nichts eine blütenbunte Vegetation auf, die jedoch ebenso schnell wieder verschwinden kann, wie sie gekommen ist.

Grundregel für Jordanien: Je nordwestlicher und höhergelegen eine Landschaft ist, desto grüner und artenreicher ist sie. Je südöstlicher und tiefergelegen eine Landschaft ist, desto wüstenartiger ist ihr Erscheinungsbild. Die Verteilung der Bevölkerung ist dementsprechend.

Bunte Unterwasserwelt im Roten Meer

Eine Fauna der besonderen Art bieten die Korallenriffe im Roten Meer. An der jordanischen Küste sind es vor allem Saumriffe in der Nähe der Ufer. Auch wenn die Riffe am schmalen jordanischen Küstenabschnitt nicht so spektakulär sind wie an den ägyptischen Küsten des Roten Meeres, sind die Tauchgänge dennoch lohnenswert.

Die Unterwasserwelt mit ihren bunten Korallen, Seesternen, Muscheln und Seeigeln verzaubert Taucher und Schnorchel-Begeisterte gleichermaßen. Mit etwas Glück kann man Kaiserfische, Rotmeer-Wimpelfische, Kugelfische, Sohal-Doktorfische, Gelbschwanz-Segel-Doktorfische, Juwelen-Zackenbarsche, Papageienfische, Igelfische, Kugelfische, Rotfeuerfische und alle möglichen Korallenarten vorfinden. Auch Haie und Rochen ziehen gelegentlich ihre Runden. Die Haie werden nur selten gefährlich. Vorsicht ist dennoch angebracht. Meistens handelt es sich um Weißspitzen-Riffhaie und Graue Riffhaie. Gefährlicher sind in der Regel die hochgiftigen Kegelschnecken, die ihren Stachel abschießen können. Vorsicht ist auch bei Stachelrochen und Feuerfischen geboten.

Vor der jordanischen Küste eher selten anzutreffen sind die bei Tauchtouristen so beliebten Delfine, Mantas und Walhaie. Man trifft sie eher, wenn man mit dem Boot weiter hinaus in den Golf von Akaba fährt.


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