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Kreuzfahrerburg Montreal (Foto: Pixabay.com)

Kreuzfahrerburg Montreal (Foto: Pixabay.com)

Montreal Kreuzfahrerburg

Rund 100 Kilometer südlich der Kreuzfahrerburg Kerak und grobe 30 Kilometer nördlich der Felsenstadt Petra thront auf einem Hügel in Edom die Kreuzfahrerburg Montreal, örtlich "Shobak" (alternative Schreibungen: Shawbak, Shabubak) genannt.

Im Mittelalter auf Latein als "Mons Regalis" und auf Französisch als "Mont Real", "Krak de Montreal" ("Mont Royal", "Königlicher Berg") angesprochen und auf Arabisch "Qal'at ash-Shawbak" genannt, war sie neben Kerak die bedeutendste Kreuzritterburg in Transjordanien ("Oultrejordain").

Die zum Teil noch gut erhaltenen, zum Teil auch restaurierten Ruinen geben einen guten Eindruck von der Festungsbaukunst der Kreuzfahrerzeit. Errichtet wurde sie von Balduin I., dem ersten König von Jerusalem. Balduin von Bologne war nach dem Tode des Gottfried von Boullion Herr des Kreuzfahrerstaates geworden. Er dehnte in mehreren Feldzügen dessen Einfluss vor allem nach Süden und Osten aus. Dabei wurde Teile Transjordaniens unter die Kontrolle der Kreuzritter gebracht, insbesondere die Verbindung vom Toten Meer zum Roten Meer. Von den dort angelegten Festungen konnten sie die Karawanenrouten von Damaskus nach Ägypten und die Pilgerroute in den Hedschas nach Mekka und Medina kontrollieren.

Die Bau der Festung Montreal wurde im Jahre 1115 begonnen. Die Umgebung der Burg war im Vergleich zum Wüstenumland recht fruchtbar und bot somit Wasser und Versorgung für die dort stationierten Ritter und Truppen.

Montreal wurde Herrschaftssitz und Zentrum der Herren von "Oultrejordain" (Transjordanien), das die Könige von Jerusalem als Lehen vergaben. Zunächst hatte 1118 Roman von Le Puy, der beim Ersten Kreuzzug mit Raimund von Toulouse nach Palästina gekommen war, als Vasall das Lehen bekommen. Ihm folgen als Herren von Transjordanien Pagan der Mundschenk (1134), dann Moritz von Montreal (1148) und schließlich Philipp von Milly (1161). Nach dessen Tod im Jahre 1168 übernahmen die zukünftigen Ehemänner seiner Witwe Stepahnie von Milly die Herrschaft, als da wären Humfried III. von Toron (1173 verstorben), Miles von Plancy (1174 in Akko ermordet) und schließlich Rainald von Chatillon, den sie 1176 heiratete und der 1187 von Saladin hingerichtet wurde. Anschließend regierte Stephanie von Milly die Burg als Titularherrin offiziell selbst.

Unter Pagan dem Mundschenk verlor Montreal die Rolle als zentrale Festung, sie wurde von Kerak abgelöst, die ab 1142 errichtet wurde. Sie blieb aber als zweitwichtigste Burg und vor allem wegen seiner Schutzfunktion gegen Süden eine wichtige Basis der Herren von Transjordanien.

Im Mai 1189 fiel Montreal in die Hände des Sultan Saladin, mehrere Monaten nachdem dieser Kerak und Vaux Moise erobert hatte. Ab 1261 kontrollierten die Mameluken von hier aus das südliche Transjordanien.

Es wird spekuliert, dass beim Bau der Festung auf älteren Ruinen aus der Zeit der Nabatäer und Römer aufgebaut wurde, wie es auch bei Vaux Moise der Fall ist. Auf jeden Fall wurde sie innerhalb kürzester Zeit errichtet.

Bei den heutigen Ruinen ist schwer zu unterscheiden, welche Baustrukturen von den Kreuzfahrern stammen und welche zu späterer Zeit von den Mameluken errichtet wurden. Teile der inneren Anlage und der tiefe Brunnenschacht stammen auf jeden Fall aus der Kreuzritterzeit.

Die Burg Montreal aus der Ferne

Die Burg Montreal aus der Ferne


Häufige Fragen zu Urlaubsreisen in Ägypten

Die Kreuzfahrerburg Montreal liegt rund 100 Kilometer südlich der Kreuzfahrerburg Kerak und grobe 30 Kilometer nördlich der Felsenstadt Petra in Jordanien.

Der Bau von der Festung Kreuzfahrerburg Montreal wurde im Jahre 1115 begonnen.


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