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Kundenfeedback zur Israelreise Klassisches Israel vom Oktober 2014

Es hat fast 65 Jahre gedauert, bis ich endlich meinen Kindheitstraum verwirklichen konnte. Mit 10 Jahren habe ich mich schon mit Jerusalem beschäftigt, mit anderen Buben "gefachsimpelt" was denn größer ist, Jerusalem oder Amerika. Das soll die Bedeutung hervorheben, was Jerusalem mir schon als Kind bedeutete. Immer wenn die Weihnachts- oder Osterliturgie gefeiert wurde war für mich als Messdiener der Wunsch sehr groß, das Hl. Land mal zu besuchen.

Als dann Anfang dieses Jahres Der Wunsch aufkam, dieses Jahr es endlich umzusetzen, schaute ich mir im Internet mehrere Angebot an. Die von Stern-Tours angebotene Reise entsprach meinen Vorstellungen von einem guten Preis Leistungsverhältnis. Im Sommer brachten die Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und Israelis meine Pläne etwas ins Schwanken, aber nach deren Ende stand der Reise nichts mehr im Wege.

Bahai Gärten

 

So ging es am 30. Oktober 2014 endlich los.....und damit auch erst mal der unangenehmste Teil der Reise, das Scanning am Frankfurter Flughafen, wegen 2 Reißverschlüssen und drei Kronen im Mund fast ausgezogen, sogar die Kamera musste einen Bombencheck machen.....Mit einem Gabelflug über Istanbul kam der Flieger nach Mitternacht in Tel Aviv an. Um 01.30 waren wir dann endlich im Hotel und um 8.00 Uhr stand schon unser Reiseleiter Jakob parat. Unsere Gruppe umfasste 10 Personen, sehr überschaubar......wenn auch das eine Ehepaar zweimal den Treffpunkt verpasste. Zuerst ging es ins benachbarte Jaffa, die alte Stadt am Meer mit der Petruskirche. Wieder zurück nach Tel Aviv wurde vor allem die Bauhausarchitektur besichtigt. Weiter ging die Fahrt an das alte Cäserea, das Herodes damals zu einem großen Hafen ausbaute. Hier konnte uns Jakob viel aus dessen Regierungszeit erzählen. Weiter in Haifa konnte man die schönen Gärten der Bahai bewundern. Der nächste Halt war dann in Akko, der alten Kreuzritterstadt, hier konnte man auch durch die alten Kanalanlagen aus der Stadt ans Meer gelangen. Nach dem erlebnisreichen Tag ging dann die Fahrt ins Landesinnere, wo dann in einem Kibbuz am See Genesareth Quartier für 2 Tage bezogen wurde. Der Kibbuz hat sich auch Tourismus umgestellt, in der weitverzweigten Anlage warteten Bungalows auf die Müden.

Der nächste Tag führte zunächst auf den Berg der Seligpreisungen, nach einer Einführung von Jakob durfte eine aus der Gruppe die 8 Seligpreisungen vorbeten. Ich der Seligpreisungskirche konnte man den schönen Gesang von Gläubigen aus Rumänien zuhören, der Blick auf den See war einfach ergreifend. Weiter ging es zur Brotvermehrungskirche, das Kapitel ist wohl jedem Gläubigen bekannt. Weiter ging es dann nach Karphanaum, dem Ort wo Shimon und Andreas wohnten, die 1. Apostel. Jesus hat hier auch gelebt nachdem er Nazareth nach dem Eklat mit den Schriftgehrten verlassen hat (der Prophet gilt nichts in seinem Heimatland).

Am nächsten Tag ging es dann auf einem Boot auf den See Genensareth, der allerdings ruhig war, die ausgeworfenen Netze brachten auch keinen Erfolg . Dafür gab es für alle eine Certifikat auf einem Jesusboot auf dem See gefahren zu sein. Nachdem auf dem Speisezettel der Petrusfisch in Magdala stand, dem Wohnort von Maria Magdalena. In Magdala wurden die Fische mit Salz haltbar gemacht, die am See Genesareth nicht gleich verzehrt wurden. Nachmittags ging die Fahrt über Tiberias und Kana ( 1. Wunder Jesus) nach Nazareth dem Wohnort der Hl. Familie. Heute ist Nazareth eine pulsierende Stadt von etwas 66.000 Einwohnern. Das Ziel war die Verkündigungskirche, die über dem Haus der Hl. Familie erbaut wurde.

Zurück zu Domizil am See Genesareth ging es am nächsten Tag in das über 1.000 m gelegene Städtchen Safed, eines der vier heiligen 4 Orten der Juden, seit über 2000 Jahren schon ein religiöses Zentrum mit bedeutenden Lehrern. Beim Gang durch die Gassen fielen die vielen Schmuckgeschäfte auf, mich wunderte es dass die sich alle halten können. Auf der weiteren Fahrt ging es Richtung Jordantal in Beit Alfa konnte man in einer Synagoge aus dem 5. Jahrhundert das sehr gut erhaltene Bodenmosaik bewundern. Bei dem Mittagessen in einem nahegelegenen Kibbuz, der noch an die Anfänge des Kibbuz erinnerte, lernte man auch die Ideologie kennen. Im Gegensatz zu den Praktiken in den kommunistischen Ländern wurde hier Kommunismus in der reinsten form praktiziert, jeder bekam gleiches Gehalt, egal ob Leiter oder Hilfskraft. Dieser zählte i.d.R. 600 erwachsene Mitglieder, alles war Gemeinsames Eigentum. Heute wird dies aber gelockert, es gibt andere Gehaltsstrukturen, es ist auch möglich ein eignes Auto auf eigene Kosten zu fahren.

Eilat bei Nacht

 

Auf dem Weg zum toten Meer war noch ein Halt in Qasr El Yahud, der Taufstelle Jesu am Jordan, zu der eine Straße gebaut wurde. Früher nicht zugänglich, rechts und links der abgezäunten Straße sind noch nicht alle Minen geräumt. Der Jordanfluß oder sagen wir Flüsschen war eher eine lehmige Brühe, dass aber viele nicht abhielt, sich dort taufen zu lassen. Eine Flasche voll nahm ich trotzdem mit, inzwischen hat sich der Sand gesetzt und das Wasser ist klar. Auf der weiteren Fahrt an dem ca. 65 km Toten Meer , in deren Mitte die Grenze zwischen Israel und Jordanien verläuft kamen wir an unserem Hotel an, klar dass man sich nach den Einchecken ins Tote Meer begab um dessen Wirkung auszuprobieren. Das einzige Problem war, man bekam kaum die Füße auf den Boden , so stark trug das Wasser.

Am ächsten Vormittag, nachdem man noch einmal ein Bad im Meer genommen hat, ging es weiter zur Herodesfestung nach Massada. Mit der Seilbahn ging es etwa 400 Meter etwa auf Meereshöhe 0, nachdem man vorher im Toten Meter über 400 m unter dem Meeresspiegel war, dem tiefsten zugänglichen Punkt. Die Geschichte der letzten jüdischen Widerstandskämpfer gegen die Römer wurde einem hier besonders bewußt, die nach mehrjähriger Belagerung den Freitod einem Leben in der Sklaverei vorzogen. Auf der weiteren Fahrt nach Jerusalem in das Westjordanland kam man auch an Jericho vorbei, wohl die älteste Stadt der Welt.

Nun waren wir in Jerusalem, erst mal aus der Ferne ein Blick auf den Felsendom und auf den Ölberg. Danach ging es erst mal ins Hotel, danach eine Fahrt durch die Neustadt, vorbei am Parament zur nationalen Gedenkstätte Yad Vashem. Die Dokumentation der Judenvernichtung wurde einem hier nochmal richtig bewusst. Sehr beindruckt hat auch der Raum für die Million getöteten Kinder, in dem dunklen Raum brannten unzählige Lichter.

Einen Tag später ging es zum Ölberg. Am Fuße befindet sich die Kirche der Nationen, neben dem Garten Gethsemane. Auf den Berg selbst zu gehen riet der Reiseleiter ab, da dort Jugendliche Palästinenser mit Steinen werfen. Über den Tal Cidron konnte man das -allerdings zugemauerte- Goldene Tor sehen, in das dann der Erlöser der Juden einziehen soll. Weil dieser über den Olberg kommen soll, lassen sich viele Juden auf dem Ölberg begraben um dann mit einziehen zu können.

Am Nachmittag ging es dann in die Autonomiegebiete nach Bethlehem. Den Reisepass dabei- brauchte man aber nicht- ging in die Geburtsstadt von Jesus. Wir bekamen jetzt einen palästinenschen Reiseleiter, der und dann auch durch die Geburtskirche führte. Wir hatten Glück, obwohl Hauptsaison, waren nur etwa 1/3 der üblichen Besucher da, noch eine Auswirkung aus den Sommermonaten. Durch die momentanen Restaurierungsarbeiten waren in der Kirche Gerüste aufgebaut, die das Bild etwas störten, aber es soll ja auch alles erhalten bleiben. Der Besuch in der Geburtsgrotte bleibt einem unvergessen In der Krypta waren u.a. das Grab der unschuldigen Kinder zu sehen wie die Bereiche des Hl. Hieronymus, die die Bibel aus dem Griechischen übersetzte. Die Höhepunkte am nächsten Tag war dann der Weg auf der Via Doloarosa, Der Besuch der Grabeskirche, des Saales des letzten Abendmahls auf dem Zionsberg. Darüber hinaus gingen wir noch zur Klagemauer, wir bummelten über den Machne Yehuda Markt und die weitläufigen arabischen Basar. Der Rest des Tages blieb zur freien Verfügung, also konnte man noch mal richtig ins Basarleben eintauchen.

Hinweisen muss man allerdings darauf, dass die einzelnen Plätze und Häuser erst etwa 300 Jahre später von der Kaiserin Helena festgelegt wurden, daher sind Abweichungen möglich. Aber wie in vielen Dingen ist es eine Glaubenssache und diese zählt.

Fall ich nochmal in das Land komme, möchte ich den Jesus Trail gehen, der etwa 130 km lang ist. Ist ja für einen Jakobspilger machbar.

In einer separaten Mail sind noch 4 Fotos
1. Kirche auf dem Berg der Seligpreisungen
2. Blick vom Hotel zum toten Meer
3. Blick aus der Festung Massada Richtung Jordanien
4. Lichtermeer im Haus der Kinder in der Gedenkstätte Yad Vashem

Mit freundlichen Grüßen
Heinrich Heinzl

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