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 »  Mosaikkarte von Madaba

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Die Mosaikkarte von Madaba – eine Landkarte aus Steinen

Die Mosaikkarte in Madaba
Die Mosaikkarte in Madaba
Eine Landkarte, zusammengesetzt aus Tausenden von kleinen Plättchen rankt sich um Jerusalem, den einstigen Mittelpunkt der christlichen Welt. Die Mosaikkarte von Madaba in der gleichnamigen jordanischen Stadt ist die älteste original erhaltene Landkarte der Welt. Vor über 1.500 Jahren entstand auf dem Boden einer christlichen Kirche im heutigen Jordanien dieses topografische Kunstwerk, das zu den schönsten und wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Landes gehört.

Madaba – der historische Bischofssitz

Madaba liegt etwa 45 Autominuten von der jordanischen Hauptstadt entfernt, nur wenig weiter wäre es bis nach Jerusalem, gäbe es die heutigen Grenzen nicht. Im fünften Jahrhundert n. Chr. war Madaba eng mit dem Zentrum des christlichen Glaubens verbunden. In dem herrschaftlichen Bischhofssitz residierten christlich-byzantinische Würdenträger. Während dieser Zeit entstand in Madaba eine Vielzahl christlicher Kirchen. Die Böden dieser Gotteshäuser wurden mit kostbaren Mosaiken verziert, die biblische Darstellungen, aber auch mythologische Bilder zeigten. Viele davon lassen sich heute noch bewundern, zum Teil sind sie im Mosaikenmuseum von Madaba ausgestellt.

Die Wiederentdeckung der Mosaik-Fußböden

Im Jahre 814 übernahmen die Perser die Stadt und zerstörten einen Großteil der Gebäude. Als 130 Jahre später ein Erdbeben die Stadt dem Erdboden gleichmachte, wurde die Stadt aufgegeben. Erst 1880 siedelten sich erneut orthodoxe Christen in Madaba an. Sie fanden bei Bauarbeiten unter dem Schutt die Mosaike, die längst in Vergessenheit geraten waren. Auf den Trümmern der einstigen Kirchen waren Wohnhäuser errichtet worden, doch konnten letztlich die Reste von zehn der alten Kirchen ausgegraben werden. Bei einem geplanten Kirchenneubau stießen die Arbeiter auf das Fundament der einstigen griechisch-orthodoxen Kirche St. Georg, das die Mosaikkarte von Madaba zeigte.

Die Mosaikkarte von Madaba

Das Mosaik auf dem Kirchenboden erwies sich als besonders wertvoll. Es zeigt Palästina, das Heilige Land, in seiner Ausdehnung um das Jahr 570. Detailgetreu wurden die wichtigen Orte der christlichen Welt, Flüsse, Gebirge und geografische Besonderheiten wiedergegeben. Die Karte umfasst einen Bereich vom Libanon bis zum ägyptischen Nildelta und vom Mittelmeer bis zur Wüste. Den Mittelpunkt der Karte bildet Jerusalem, den seinerzeit heiligsten Ort des Christentums. Die Gebäude, die auf der Karte zu sehen sind, lassen sich auf die Zeit zwischen 540 und 570 zurückdatieren. Altstadt, verschiedene Tore wie das Damaskus- und das Löwentor sowie die Grabeskirche sind gut erkennbar. Neben Jerusalem sind weitere wichtige Stationen christlicher Orte im Mosaik zu finden. Bethlehem, Jericho und andere wichtige Stätten Palästinas wurden mit einer Genauigkeit dargestellt, die den heutigen Betrachter noch immer mit Erstaunen erfüllt.

Mosaikkarte von Madaba in Jordanien

In Madaba ist der berühmte Mosaikboden aus dem 6. Jahrhundert n. Chr. zu sehen. Ursprünglich enthielt dieses Mosaik 2,3 Millionen Steinchen.

Das Heilige Land auf dem Fußboden einer Kirche

Im Gegensatz zu anderen Landkarten ist der Mosaikboden von Madaba nicht genordet, also nach Norden ausgerichtet. Vielmehr entspricht die Lage der einzelnen Orte den tatsächlichen Himmelsrichtungen. Links ist Norden, rechts Süden. Der nördliche Teil, der die Städte des Libanons zeigt, ist leider nahezu zerstört, der südliche Teil, der bis zu einer etwas ungenauen Darstellung des Nilverlaufs reicht, ist hingegen sehr gut erhalten. Als Vorlage dienten vermutlich alte römische Landkarten, wie der Verlauf des Nils auf der Karte zeigt.

Gebäude, Tiere und mythologische Figuren

Alle Gebäude und landschaftliche Besonderheiten sind in griechischer Sprache beschriftet, sodass den Archäologen die Zuordnung der Details nicht schwerfiel. Daneben tummeln sich auf dem Mosaikboden Tiere, mythologische Gestalten und Blumen. Einstmals vorhandene Gesichter wurden bei der Übernahme durch die Perser entfernt und durch weiße Plättchen ersetzt. Einige der Darstellungen des Mosaikfußbodens werden aus der Vogelperspektive gezeigt, während andere in Klapptechnik abgebildet sind.

Wegweiser für Pilger

Für Wissenschaftler ist das Mosaik ein wichtiger Hinweis auf die Lage historischer Stätten in Palästina. So konnte beispielsweise die genaue Lage des längst von der Bildfläche verschwundenen Askalon bestimmt werden. Auch die vermutlichen Standorte der Städte Sodom und Gomorrha ließen sich anhand der Karte ermitteln. Als Archäologen nach den Angaben auf der Karte in Jerusalem Ausgrabungen unternahmen, fanden sie an den eingezeichneten Stellen tatsächlich die Nea-Kirche und den Cardo Maximo. Geschaffen war die Mosaikkarte von Madaba für die christlichen Pilger, die hier den richtigen Weg nach Jerusalem und zu anderen bedeutenden heiligen Stätten Palästinas gewiesen bekamen. Leider sind die Namen der Meister, die die Karte so detailreich und exakt schufen, nicht überliefert.

Mosaikkarte mit riesigen Ausmaßen

Das ursprüngliche Mosaik hatte Ausmaße von 21 Metern Länge und 7 Metern Breite und bestand aus über zwei Millionen Mosaiksteinchen, den sogenannten Tesserae. Es nahm den ganzen Vorraum der Kirche, die Apsis, ein. Durch Brände, Wasser und Feuerbestattungen wurde ein großer Teil der Karte zerstört. Das heute zu besichtigende Mosaik ist nach Restaurierungen, an denen sich auch die Volkswagen Stiftung finanziell beteiligte, 16 Meter lang und 5 Meter breit.

Die St. George Kirche in Madaba

Auf dem Fußboden der St. George Kirche in Madaba liegt das berühmte Mosaik.

Beeindruckendes Zeugnis der frühen Christenheit

Bei einer Reise nach Jordanien sollte ein Abstecher zu diesem historisch so interessanten Dokument nicht fehlen. Der Detailreichtum und die Genauigkeit der Mosaikkarten von Madaba ist eine beeindruckende Kombination aus Kunst und Wissenschaft. Ein Abstecher in das Mosaikenmuseum, das viele Informationen zu den Mosaiken von Madaba bereithält, lohnt ebenfalls. Dabei können auch die Mosaikböden der anderen Kirchen teilweise noch an ihrem Originalplatz besichtigt werden.