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Tabgha am See Genezareth - Brotvermehrungskirche

Am See Genezareth, unterhalb des Berges der Seligpreisungen, liegt der Ort Tabgha. Hier steht die berühmte Brotvermehrungskirche, die zum Gedenken an das Brotvermehrungswunder Jesu errichtet wurde.

Video zur Brotvermehrungskirche in Tabgha


Die Brotvermehrungskirche in Tabgha - © STERN TOURS

Tabgha heißt „Ort der sieben Quellen“. Es ist die arabische Übersetzung für das griechische Wort Heptapegon mit derselben Bedeutung. Angespielt wird damit auf antike örtliche Wasserquellen.

Brotvermehrungskirche in Tabgha
Brotvermehrungskirche in Tabgha - © STERN TOURS

Wichtigste Sehenswürdigkeit des Ortes ist die Brotvermehrungskirche. Sie erinnert an ein Wunder Jesu, das im Neuen Testament beschrieben wird. Es geht um die sprichwörtlich Speisung der Fünftausend. In der Bibel heißt es hierzu (Johannes 6,1-16, nach der Lutherübersetzung):

„Danach fuhr Jesus weg über das Galiläische Meer, das auch See von Tiberias heißt. Und es zog ihm viel Volk nach, weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. Jesus aber ging auf einen Berg und setzte sich dort mit seinen Jüngern. Es war aber kurz vor dem Passa, dem Fest der Juden. Da hob Jesus seine Augen auf und sieht, dass viel Volk zu ihm kommt, und spricht zu Philippus: Wo kaufen wir Brot, damit diese zu essen haben? Das sagte er aber, um ihn zu prüfen; denn er wusste wohl, was er tun wollte. Philippus antwortete ihm: Für zweihundert Silbergroschen Brot ist nicht genug für sie, dass jeder ein wenige bekomme. Spricht zu ihm einer seiner Jünger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus: Es ist ein Kind hier, das hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; aber was ist das für so viele? Jesus aber sprach: Lasst die Leute sich lagern. Es war aber viel Gras an dem Ort. Da lagerten sich etwa fünftausend Männer. Jesus aber nahm die Brote, dankte und gab sie denen, die sich gelagert hatten; desgleichen auch von den Fischen, soviel sie wollten. Als sie aber satt waren, sprach er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrigen Brocken, damit nichts umkommt. Da sammelten sie und füllten von den fünf Gerstenbroten zwölf Körbe mit Brocken, die denen übrig blieben, die gespeist worden waren. Als nun die Menschen das Zeichen sahen, das Jesus tat, sprachen sie: Das ist wahrlich der Prophet, der in die Welt kommen soll. Als Jesus nun merkte, dass sie kommen würden und ihn ergreifen, um ihn zum König zu machen, entwich er wieder auf den Berg, er selbst allein.“

An dieses Ereignis erinnert die Brotvermehrungskirche von Tabgha. Die heutige Kirche stammt aus dem Jahr 1982. Sie wurde auf den Fundamenten einer spätrömischen Basilika errichtet, die aus dem 4. Jahrhundert stammt und von Kaiser Konstantin in Auftrag gegeben wurde. Diese Kirche wurde mehrfach umgebaut, zuletzt auch wegen der Schäden eines Erdbebens im Jahre 419. Im 5. Jahrhundert wurde die Kirche zu einer 56 Meter langen und bis zu 23 Meter breiten, dreischiffigen Basilika ausgebaut. Besonderheiten dieser Basilika waren das Brot- und Fisch-Mosaik und ein heiliger Stein im Bereich der Apsis. Dieser heilige Stein oder kleine Felsen soll der Ort sein, an dem Jesus das Brot vermehrt haben soll. Beide Elemente, Fels und Mosaik sind auch heute noch sichtbar gehalten.

Brotvermehrungskirche mit dem Brot- und Fisch-Mosaik
Brotvermehrungskirche mit dem Brot- und Fisch-Mosaik - © STERN TOURS

Rund 300 Meter von der Brotvermehrungskirche entfernt, direkt am Seeufer, befindet sich die Primatskapelle, die auch Peterskirche genannt wird. Hierbei handelt es sich um eine moderne Kapelle, die auf den Ruinen und Fundamenten eines byzantinischen Vorgängerbaus errichtet wurde. Diese Kirche bzw. Kapelle erinnert an die Geschichte der Erscheinung des Auferstandenen. Nachdem, so die biblische Überlieferung (Johannes 21), Jesus gekreuzigt war und die Jünger wieder nach Galiläa zurückgekehrt waren, soll die Gestalt Jesu dem Simon Petrus erschienen sein und ihn gefragt haben, ob er ihn liebe. Weil Petrus dessen Frage dreimal bejahte, soll Jesus ihn mit den Worten „Weide meine Schafe“ mit der Führung der christlichen Glaubensgemeinschaft beauftragt haben.

Autor dieses Artikels: Mirco Hüneburg

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