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Masada

Hoch oben auf einem Tafelfelsen am Toten Meer thront die Festung Masada. Die Bauten stammen zum größten Teil von Herodes dem Großen. Später verschanzten sich hier jüdische Freiheitskämpfer gegen die römischen Besatzer. Nach langer Belagerung wurde 73 n. Chr. Masada von den Römern erobert.

Video zur Orientierung der Festungsanlage in Masada in Israel


Die Felsenfestung Masada liegt als flacher Hügel über dem Meeresspiegel in Israel - © STERN TOURS

Eine Besichtigung des UNESCO-Weltkulturerbes Masada gehört zu den Höhepunkten einer Israel-Reise. Mehr als 400 m über dem Wasserspiegel des Toten Meeres ragt der Tafelberg in die Höhe. Die Oberfläche ist etwa 600 m lang. Die steilen Felswände machen ihn zu einer natürlichen Festung. Man kann wahlweise über schlängelnde Pfade oder mit der Seilbahn auf das Felsplateau gelangen.

Die Ruinen und Festungsmauern auf dem Berg stammen größtenteils aus den dreißiger Jahren des ersten Jahrhunderts v. Chr. Herodes der Große, der landesweit Paläste, Festungsanlagen und Stadtanlagen errichten und erweitern ließ, schuf auf Masada sein Refugium.

Rund hundert Jahre später gab es jüdische Aufstände gegen die römischen Besatzer. Im Jahre 66. n. Chr. kam es zu einem Krieg, der mehr als drei Jahre anhielt. Doch selbst nachdem die Römer die jüdischen Aufständischen niedergeschlagen hatten, gab es noch vereinzelte Widerstandsnester. Ein solches war Masada.

Masada - Festungsanlage
Auf dem Tafelfelsen am Toten Meer thront die Festung Masada - © STERN TOURS

Unter der Führung eines Elazar Ben Yair verschanzten sich rund 967 Kämpfer, aber auch Frauen und Kinder, auf dem Tafelberg. Sie fühlten sich in der Festung sicher.

Die Römer ließen sich von den Gegebenheiten vor Ort nicht beeindrucken und begannen im Jahre 73 n. Chr. mit der Belagerung. Der Feldherr auf römischer Seite hieß Flavius Silva. Er befahl seinen Legionären, einen langen Wall um die Festung aufzuwerfen, damit die Belagerten nicht heimlich ausbrechen und fliehen konnten. Dann begann man, die Felsenfestung auszuhungern. Doch die Nahrungs- und Wasservorräte waren noch reichlich.

Schließlich errichteten die Römer eine riesige Rampe, um Masada von der Westseite her einzunehmen. Doch das Ende war schrecklich. Statt eines triumphalen Sieges erwartete die Römer ein ernüchternde Entdeckung: Die jüdischen Freiheitskämpfer hatten mit ihren Familien kollektiven Selbstmord begangen. Sie wollten lieber sterben, statt in römische Gefangenschaft und Sklaverei zu geraten.

Besichtigung von Masada

Reisende können Masada vom Wüstental des Toten Meeres und von Westen anfahren. Auf beiden Seiten gibt es am Gipfelplateau Eingänge. Von der Ostseite, d.h. der Seite des Toten Meeres, können die Gäste zu Fuß über einen schlängelnden, felsigen Pfad aufsteigen oder mit der Seilbahn zum Plateau hochfahren.

Besucher, die von Jerusalem direkt Masada ansteuern und keinen weiteren Aufenthalt am Toten Meer planen, kommen von der Westseite über Arad an Masada heran. Sie nutzen den Aufstieg an der alten Römerrampe, um nach oben zu gelangen.

Gebäude im Norden von Masada

Die meisten Besucher kommen jedoch von der Seite des Toten Meeres durch das sogenannte Schlangentor oder Osttor. Oben angekommen, empfangen den Besucher die antiken Festungsmauern. Hinter den Festungsmauern schließen sich die Ruinen einer antiken Villa mit Lagerhaus (mit schmalen Magazinräumen) und Therme an. Von der Therme sind noch die einzelnen Baderäume und Teile der Fußbodenheizung erhalten.

Einige Meter weiter in Richtung Nordspitze gelangt man zum Palast des Herodes, der mehrstufig am Abhang der Nordwand des Masadaplateaus gebaut ist. Die oberste Ebene besteht aus einem halbförmigen Architekturgebilde, das einst der Audienzsaal des Palastes war. Von dort geht es über eine Treppe hinunter zur tiefer gelegenen mittleren Ebene. Hier stand einst runde Wandelhalle. Eine weitere Stufe tiefer befindet sich die unterste Ebene des Palastes.

Gebäude auf der Westseite

Auf der Westseite des Plateaus breiten sich die Ruinen eines weiteren Palastes des Herodes aus. Um einen Zentralhof gliedern sich die Raumgruppen dieses Palastes. Dazu gehören Audienzräume ebenso dazu wie die privaten Gemächer und Wirtschaftsräume.

Von der Westmauer kann man einen Blick auf die 200 m lange Römerrampe werde, die die Legionäre aus Sand und Felsschotter errichtet hatten, um die Festung einzunehmen.

Zwischen dem Nordpalast und dem Westpalast liegen die Grundmauern der wenigen Gebäude aus byzantinischer Zeit, darunter auch die Überreste einer kleinen Kirche.

Gebäude auf der Südseite

An der Südspitze des Masadaplateaus laufen die westliche und östliche Festungsmauer zusammen und bilden die Südbastion. Wenige Meter davor sind die Überreste eines großen Ritualbeckens zu sehen. Etwas weiter östlich geht es zu einer unterirdischen Zisterne.

Autor dieses Artikels: Mirco Hüneburg

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