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Akko - Hafenstadt am Mittelmeer in Israel

Akko ist Israels orientalische Perle am Mittelmeer. Alte Festungsmauern, die arabische Medina mit ihren Bazaren, Kreuzfahrerbauten und der alte Hafen verleihen der Stadt ein Ambiente wie aus 1001 Nacht.

Video zur alten, unterirdische Kreuzfahrerstadt Akko in Israel


2011 wurde Akko Welterbestandort der UNESCO - © STERN TOURS

Akko liegt an einer großen Bucht gegenüber von Haifa. Die Stadt hat rund 50.000 Einwohner. In der Altstadt leben vornehmlich Araber. In den neuen Stadtvierteln wohnen dagegen größtenteils israelische Juden. Wegen der orientalischen Medina (Altstadt) mit ihrem besonderen Flair gehört Akko zu den schönsten Hafenstädten Israels.

5000 Jahre Geschichte einer außergewöhnlichen Stadt

Im Altertum gehörte die Stadt zunächst zum Kulturkreis Kanaans, dann zu Phönizien. Zwischendurch war sie in der Hand ägyptischer Eroberer. 532 v. Chr. eroberten die Perser die Hafenstadt. Zweihundert Jahre später wurde sie Teil des Reiches von Alexander dem Großen. In Hellenistischer Zeit war Akko umkämpft: Die Ptolemäer, die Ägypten beherrschten, und die Seleukien, die von Syrien aus Teile des Nahen Ostens kontrollierten, rangen um die Vorherrschaft in der Levante

Nachdem der römische Feldherr Pompejus im Jahre 64 v. Chr. in Palästina einmarschiert war, gehörte Akko zum Römischen Reich. Mal mehr, mal weniger autonom, blieb sie für Jahrhunderte unter römischer Oberherrschaft. Mit der Teilung des Römischen Reiches im Jahre 395 n. Chr. wurde Akko Teil Ostroms und somit den Kaisern in Byzanz bzw. Konstantinopel unterstellt. In byzantinischer Zeit war Akko Heimat einer großen christlichen Gemeinde.

Dann kam das Zeitalter des Islam. 636 n. Chr. eroberten die Araber die Stadt. Für die Kalifen, die in Damaskus residierten, wurde Akko zu einer ihrer wichtigsten Hafenstädte. Von hier aus kontrollierten sie den Seehandel im östlichen Mittelmeer.

Im Mittelalter eroberten im Jahre 1104 die Kreuzfahrer die Stadt. Akko wurde zum wichtigsten Hafen der Kreuzfahrerstaaten. Hier trafen die Schiffe mit Händlern, Kreuzrittern und Pilgern aus Europa ein. Bis 1187 blieb Akko Kreuzfahrerstadt. Dann eroberte Sultan Saladin die Stadt. Es begann eine Epoche wechselhafter Kämpfe. 1189 konnten die Kreuzfahrer die Stadt zurückerobern. 1291 fiel Akko endgültig in die Hände der Araber. Sie war die letzte Bastion der Kreuzfahrerstaaten gewesen. Mit dem Verlust Akkos endete die Kreuzfahrerzeit im Heiligen Land.

Im 18. Jahrhundert bauten die Paschas, die osmanischen Statthalter in Palästina, die Stadt wieder zu einer prächtigen Hafenstadt aus. Aus dieser Zeit stammen die meisten Bauten der heutigen Altstadt.

Video zu Akko - eine alte Hafenstadt im Westen Israels


Napoleon wollte 1799 Akko erobern, was jedoch gescheitert ist - © STERN TOURS

Die Sehenswürdigkeiten in Akko

Die historische Altstadt von Akko ist von Festungsmauern umgeben. Sie stammen größtenteils aus dem 18. Jahrhundert, als Akko eine Hafenstadt des Osmanischen Reiches war. Ihre Grundmauern jedoch stammen aus der Kreuzfahrerzeit.

Bereits die Nordmauer der Stadtbefestigung beeindruckt mit ihren massiven Bastionen. Hinter der Nordmauer steht eine Zitadelle, die ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert stammt. Unter ihren Mauern birgt die Festung ein Geheimnis. Denn sie steht auf den unterirdischen Anlagen der alten Kreuzfahrerfestung aus dem Mittelalter. Hier war die Basis des Johanniterordens, eines bedeutenden Kreuzfahrerordens. Heute können die unterirdischen Anlagen mit ihren mächtigen Gewölben besichtigt werden.

Das türkische Bad in Akko
Das türkische Bad in Akko - © STERN TOURS

Direkt an die Zitadelle schließen sich weitere historische Bauten an. Unterhalb der Zitadelle steht das alte Türkische Bad, das Hamam el-Basha bzw. Bad des Pascha. Heute ist das traditionelle Badehaus zu einem Museum umfunktioniert worden. Es soll dem Besucher einen Eindruck von der alten Badekultur des Orients vermitteln.

Daneben erhebt sich die prächtige und im türkischen Stil errichtete Ahmed-Jezzar-Moschee aus dem 18. Jahrhundert. Ahmed Jezzar war der Pascha von Akko und Statthalter in osmanischen Diensten. Weiter in Richtung Hafen geht man durch den Weißen Bazar.

Zur malerischen Medina, der orientalischen Altstadt, gehören die Karawansereien, auch Khans genannt. Sie dienten einst den Handelskarawanen als Unterkunft. Die wichtigsten und gut erhaltenen Karawansereien in Akko sind der Khan al-Shawarda, der Khan al-Afrandschi, der Khan al-Shuna und der Khan al-Umdan.

Der Khan al-Umdan ist die bedeutendste, größte und am besten erhaltene Karawanserei von Akko. Zweistöckige Arkadengänge umgeben einen großen Innenhof. Markenzeichen des Khan al-Umdan ist ein hoher Turm.

Ganz im Süden der Altstadt wurde unter den Gebäuden der Medina der unterirdische Geheimtunnel der Templer entdeckt. Er diente in der Zeit der Kreuzfahrer als Fluchttunnel für die Ritter des Templerordens. Durch ihn konnten sie von ihrer einstigen Festung an der Südwestspitze der Landzunge zum Hafen an der Ostseite der Stadt gelangen. Der Templertunnel kann besichtigt werden.

Autor dieses Artikels: Mirco Hüneburg

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