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Die Pyramiden von Abusir

Abusir ist ein Pyramidengebiet rund 20 km südlich von Giseh (Giza). Hier ließen sich mehrere Pharaonen der 5. Dynastie (25. bis 24. Jahrhundert v. Chr.) bestatten. Außerdem wurden zwei Sonnenheiligtümer ausgegraben, die dem Kult des Sonnegottes Ra geweiht waren.

Dicht beieinander stehen – von Nord nach Süd aufgezählt – die Grabkultanlagen und Pyramiden der Pharaonen Sahure, Niuserre, Neferirkare und Neferefre (Raneferef). Von den drei erstgenannten stehen noch die Ruinenhügel der eigentlichen Pyramiden aufrecht. Alle Pyramiden von Abusir sind jedoch im Laufe der Zeit stark beschädigt worden. Ihre einst glatte Kaltsteinverkleidung wurde fast komplett abgerissen.

Zur Zeit der 5. Dynastie (Altes Reich) legten die Pharaonen weniger Wert auf die Monumentalität und Größe der Pyramiden als vielmehr auf die Gestaltung der Opferkultstätten und Totentempel, die der Pyramide vorgelagert sind. Für viele Besucher mag deshalb der Anblick der Abusir-Pyramiden – oder dessen, was von ihnen übrig blieb – etwas enttäuschend sein.

Die Anlage des Sahure gilt als klassisches Beispiel für viele Totenkultkomplexe der 5. und 6. Dynastie. Am Ufer eines Kanals im Flusstal steht der Taltempel. Über eine kleine Rampe und durch einen Säulenportikus gelangte man in einen kleinen Zweisäulenraum, der direkt in einen langen Gang weiterführte. Dieser Gang entsprach dem Aufweg zum eigentlichen Pyramidenkomplex. Dann ging es durch ein schmales Vestibül in den Totenopfertempel. Zentrum dieses Tempels war ein offener Hof mit Säulenumgang. Dahinter ging es durch zwei weitere Pforten in einen Fünf-Statuen-Raum, in denen Figuren des Königs als Symbole von fünf verschiedenen Herrschaftsaspekten standen. Seitlich zweigt ein schmaler Gang ab, der weiter zur Pyramide führte. Schließlich gelangte man in den zentralen Totenopferraum mit Kultstele.

Zur Totenkultanlage gehörten noch zahlreiche Magazine, in denen die Opfergaben gelagert wurden. Außerdem gehörte zum klassischen Pyramidenbezirk noch eine kleine Kultpyramide. Vergleicht man die Anlagen des Sahure mit den anderen Anlagen der 5. und 6. Dynastie, so stellt man fest, dass sie als Muster diente, der man zwar nicht sklavisch folgte, die aber eine Art Inspiration für den „idealen“ Pyramidenkomplex war.

Zur Nekropole von Abusir gehören zahlreiche Kleinpyramiden der königlichen Familienmitglieder sowie Mastabas der Höflinge und Beamten. Die meisten Mastabas stehen im Umfeld der Niuserre-Pyramide. Die größte Mastaba ist die des Ptahschepses. Er war Wesir unter Sahure. Sein Grabkultkomplex ist eine Mischung aus klassischer Mastaba und Totentempel mit Innenhof.

Die Sonnenheiligtümer von Abu Gurob

Nördlich der Pyramidenanlagen von Abusir befinden sich die Überreste der zwei Sonnenkultanlagen von Abu Gurob. Das nördliche der beiden stammt von Pharao Niuserre, das südliche von Userkaf. Es handelt sich um Anlagen, die vom Prinzip her wie kleine Pyramidenbezirke gegliedert waren, also mit Taltempel, Aufweg und Opfertempel. Doch erhob sich in ihrem Zentralkomplex keine Pyramide, sondern ein riesiger Obelisk, der auch von innen begangen werden konnte.

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