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Luxor-Tempel

Inmitten der Stadt von Luxor, am östlichen Ufer des Nil nahe der Uferpromenade, erstrecken sich die gewaltigen Ruinen des Luxor-Tempels. Sie stammen größtenteils aus dem Neuen Reich. Der Luxor-Tempel war zusammen mit dem Karnak-Tempel das Hauptheiligtum des Amun.

Aus dem Neuen Reich stammt der Luxor-Tempel. Während der vordere Bereich Hauptsächlich aus der Regierungszeit des Pharaos Ramses II. (13. Jahrhundert v. Chr., 19. Dynastie) stammt, wurde der hintere Abschnitt bereits unter Amenophis II. (14. Jahrhundert v. Chr., 18. Dynastie) erbaut. Insgesamt hat die Tempelanlage eine Länge von über 250 Metern.

Der Besucher betritt die Anlage von Norden. Eine Allee aus Sphinx-Figuren führt zum Eingangspylon mit dem Obelisken von Ramses II. Der zweite Obelisk steht heute auf dem Place de la Concorde in Paris. Der prächtige Eingangspylon stellt gewissermaßen den Torbau zum eigentlichen Tempel dar. An der Fassade der beiden Pylone sind die Siege des Königs dargestellt. Es gibt detailreiche Bild- und Textszenen zur Schlacht von Kadesch, bei der Pharao Ramses in Syrien gegen die Heere der Hethiter gekämpft hatte.

Durch den Pylon gelangt man in den ersten Säulenhof Ramses‘ II. Er misst etwa 57 mal 51 Meter. 74 Papyrusbündelsäulen umgeben den Hof. Zwischen den Säulen stehen monumentale Statuen des Königs. An der Rückflanke eines Pylons befinden sich noch drei Kapellen aus der 18. Dynastie, die zusammen ein Barken-Heiligtum ergeben. Hier machten die Götterbarken auf ihren Weg von Karnak zum Heiligtum des Luxor-Tempels halt. Die drei Nischen waren für die Gottheiten Amun, Mut und Chons angelegt, die zusammen die Götterfamilie von Theben darstellten.

Weiter nach Süden gelangt man, vorbei an zwei kolossalen Sitzfiguren Ramses‘ II., in die Kolonnade des Amenophis II. An der rechten Wand sind bedeutendes Szenen des Opet-Festes dargestellt, eines wichtigen religiösen Festes in Theben, bei dem die Götterbarken von Tempel zu Tempel getragen wurden.

Am Ende der Kolonnade kommt man durch ein Tor in den Säulenhof Amenophis‘ II. Er hat eine Fläche von rund 52 mal 46 Metern. Zwei Reihen von Papyrusbündelsäulen bilden die Kolonnaden, die den Hof umgeben.

Hinter dem Säulenhof folgt der Bereich des Allerheiligsten. Man gelangt durch eine Säulenhalle in eine kleinere Querhalle, dann durch einen Raum mit vier Säulen in das Barken-Sanktuar. Dieses Sanktuar wurde zuletzt unter Alexander dem Großen umgebaut. Umgeben ist das Allerheiligste von allerlei Nebenräumen. Einige Reliefbilder und Hieroglyphentexte beschäftigen sich mit dem Thema der göttlichen Herkunft des Pharaos. Durch die Verbindung mit Amun-Re konnten sich die Herrscher in die Sphäre der Gottheiten erheben.

An der westlichen Flanke des Tempels stehen einige kleine Säulen einer antiken Basilika. Sie sind die bescheidenen Überbleibsel der christlichen Epoche Ägyptens und verblassen nahezu im Schatten des gewaltigen Tempels aus der Pharaonenzeit. Inmitten des ersten Hofes befindet sich eine mittelalterliche Moschee. Da im Mittelalter der Tempel halb vom Sande zugeweht war, wurde die Moschee auf einem viel höheren Bodenniveau errichtet. Nachdem der Tempel wieder vollständig ausgegraben war, schweben einige Türen der Moschee weit oberhalb des Bodenniveaus.

Der Tempel wird am Abend beleuchtet. Da der Luxor-Tempel sich in der Stadtmitte an der Uferpromenade befindet, kann man ihn auch nach dem Abendessen noch einmal besichtigen und einen Spaziergang durch die beleuchteten Säulenhöfe machen.

In der Nähe des Luxor-Tempels befinden sich die Kais, an dem die Fähren nach West-Theben zum Tal der König anlegen. In diesem Stadtteil gibt es zahlreich Restaurants und Souvenirshops.

Autor dieses Artikels: Mirco Hüneburg

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