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Luxor

Luxor gehört zu den Highlights jeder Ägyptenreise. Die Stadt in Oberägypten ist die Nachfolgerin des antiken Theben, das zur Zeit der Pharaonen ein religiöses und kulturelles Zentrum Ägyptens war. Die außergewöhnlichen Sehenswürdigkeiten dieser Stadt stammen dementsprechend größtenteils aus dem Altertum: vom weltberühmten Tal der Könige mit seinen Pharaonengräbern am Westufer des Nil, über die gewaltigen Totentempel bis hin zur mächtigen Tempelstadt von Karnak.

Luxor ist vom Tourismus verwöhnt. Ihren Ruf verdankt die oberägyptische Stadt dem gewaltigen Freilichtmuseum, das sie umgibt. Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es eine solche Fülle an Bauten des Altertums. Die Deviseneinnahmen von jährlich Millionen Besuchern haben der Stadt – für ägyptische Verhältnisse - einen vergleichsweise hohen Wohlstand gebracht. Es gibt Parks, saubere Straßen, zahlreiche Souvenirgeschäfte, Restaurants und belebte Basare. Kutschen fahren die Touristen durch die Stadt. Hotels aller Kategorien empfangen die Besucher.

Luxor-Tempel

Direkt im Zentrum von Luxor, an der belebten Nilpromenade gelegen, erheben sich die mächtigen Ruinen des alten Luxor-Tempels. Mit seinen Eingangspylonen, Obelisken, Säulenhallen und Höfen zieht er seine Besucher in Bann. Er stammt hauptsächlich aus dem Neuen Reich, aus der zweiten Hälfte des 2. Jahrtausends v. Chr. Abends wird er beleuchtet.

Karnak-Tempel

Die größte Tempelanlage des gesamten Altertums erwartet den Besucher in Karnak, am nördlichen Rande Luxors. Karnak ist eine gewaltige Tempelstadt mit Bauten aus zwei Jahrtausenden, vom Mittleren Reich um 2000 v. Chr. bis zur griechischen Epoche der klassischen Antike. Die zahlreichen Tempeltore, Pylone genannt, gaben der Stadt den griechischen Namen „hunderttoriges Theben“, das sogar in der Ilias erwähnt wird. Vor den Pylonen waren hohe Obelisken aufgestellt. Die Tempelanlangen reihen sich an zwei Achsen, von der eine von West nach Ost, die andere von Süd nach Nord führt. Im Osten der Tempelstadt befinden sich die Ruinen des Allerheiligsten, des rituellen Zentrums des alten Theben. Höhepunkt der Tempelanlagen ist für die meisten Besucher die gigantische Säulenhalle der Pharaonen Sethos I. und Ramses II.

Luxor-Museum

Nicht zu versäumen ist das neue Luxor-Museum, in dem bedeutende Funde aus dem alten Theben ausgestellt sind, darunter rekonstruierte Tempelfassaden aus der Amarna-Zeit, Sarkophage, Mumien und Kultgegenstände aus verschiedenen Gräbern.

Die Sehenswürdigkeiten am Ostufer des Nil würden eigentlich schon ausreichen, um dem Ruf Luxors als UNESCO-Weltkulturstätte gerecht zu werden. Doch auf der anderen Seite des Nil erwartet den Besucher eine weitere Fülle an einmaligen Sehenswürdigkeiten.

Memnons-Kolosse

Vom Nil aus kommend, begrüßen die monumentalen Memnons-Kolosse die Besucher. Sie standen einst vor dem Totentempel des Königs Amenophis III. (14. Jahrhundert v. Chr.). Der Tempel ist heute größtenteils zerstört, doch die Statuen stehen noch.

In der Ebene des westlichen Niltals befinden sich die Ruinen der alten Totentempel. Herausragend in ihrer Größe und in ihrem Erhaltungszustand sind die Tempel von Ramses II. (das Ramesseum) und Ramses III. (in Medinet Habu). Sie stammen aus dem 13. und 12. Jahrhundert v. Chr.

Deir el-Bahari

Eingebettet in einen gewaltigen Felsabhang bei Deir el-Bahari ruhen die Ruinen des Totentempels der Königin Hatschepsut aus dem 15. Jahrhundert v. Chr. Die terrassenartige Monumentalanlage gehört zu den eindrucksvollsten Bauten Altägyptens. Neben ihr befinden sich die Ruinen zweier weiterer Terrassentempel der Pharaonen Mentuhotep Nebhetepre (um 2000 v. Chr.) und Thutmosis III. (um 1500 v. Chr.).

Tal der Könige

Weltberühmt und geheimnisumwoben ist das Tal der Könige. Hinter dem gewaltigen Felsmassiv von El-Qurn ist ein tiefes Tal eingeschnitten, in dessen Felswände die alten Ägypter Schächte, Gänge und Kammern getrieben haben, um dort ihre Könige zu bestatten. Das Tal der Könige löste um 1600 v. Chr. die Pyramiden als königliche Nekropole (Totenstadt, Bestattungsstätte) ab. Die Spitze des Berges von El-Qurn sieht aus wie eine natürliche Pyramide. Statt der Pyramidentempel wurden die Totentempel im Niltal errichtet.

Grab des Pharaos Tutanchamun

Das berühmteste Grab ist zweifellos das des Pharaos Tutanchamun, dessen Grabschatz vollständig geborgen werden konnte, während die anderen Gräber bereits ausgeraubt waren. Dennoch sind viele andere Gräber noch beeindruckender. Grund hierfür sind die Wandmalereien und Hieroglyphentexte. Sie zeigen religiöse Bilder, die die Unterwelt beschreiben. Fast alle Wände der Gänge und Kammern sind mit solchen Reliefs und Malereien geschmückt. Oftmals müssen die Besucher tiefe Schächte hinuntergehen, um zu den Sargkammern zu gelangen.

Besonders beeindruckend sind die Gräber der Pharaonen Thutmosis III., Amenophis II., Haremhab, Ramses I., Sethos I., Ramses II., Merenptah, Ramses III. und Ramses IV. Dargestellt sind Szenen aus der Unterwelt und von den Sternenkonstellationen am Himmel. Verschiedene Textgattungen der Unterweltsbücher schildern den Weg der Sonne durch das Jenseits unter der Erde. Die alten Ägypter glaubten, dass sich die Sonne bei ihrem Weg durch die Unterwelt verjüngt, um am Morgen im Osten wieder neu geboren zu werden. Der verstorbene Pharao wurde als göttliche Gestalt verehrt, die an der Fahrt des Sonnengottes teilnimmt.

Tal der Königinnen

Ein ähnliches Tal ist das sogenannte Tal der Königinnen, in dem die Königsgemahlinnen, Prinzessinnen und Prinzen bestattet wurden. Weitere wichtige Nekropolen (Totenstädte) in Theben-West wurden für die zahlreichen Beamten, Priester und Noblen angelegt. Ihre Gräber sind zwar wesentlich kleiner, enthalten dafür wunderschöne Grabmalereien, die das Leben zur Zeit der Pharaonen illustrieren.

Ebenfalls sehenswert ist die Siedlung der Arbeiter, die einst die Gräberwelt in Theben-West schufen. Die Ruinen von Deir el-Medine geben einen Eindruck von ihren Wohnverhältnissen. An den Hängen, die den Ort umgeben, haben sich die Handwerksmeister selbst kleine aber wunderschöne Grabstätten angelegt und mit Wandmalereien dekoriert, die Szenen aus dem Totenbuch zeigen.

Autor dieses Artikels: Mirco Hüneburg

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