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Muhammad-Ali-Moschee und Zitadelle

Auf der mächtigen Zitadelle thront weithin sichtbar die Alabaster-Moschee des Muhammad Ali. Sie ist der markante Sichtpunkt der islamischen Altstadt von Kairo und eines der Wahrzeichen der ägyptischen Hauptstadt. Erbaut wurde sie im 19. Jahrhundert. Die Zitadelle stammt aus dem Mittelalter.

Video zur Muhammad-Ali-Moschee und Zitadelle in Kairo


In Kairo die Muhammad-Ali-Moschee mit Zitadelle - © STERN TOURS

Im Südosten der islamischen Altstadt von Kairo, gegenüber der altehrwürdigen Sultan-Hassan-Moschee und dem Saladin-Platz, erhebt sich ein befestigtes Felsplateau mit einer weithin sichtbaren Moschee. Es handelt sich um die Zitadelle, die alte Stadtfestung, die von Sultan Saladin im 12. Jahrhundert errichtet und im Laufe der Jahrhunderte stetig erweitert und erneuert wurde. Für den Bau der gewaltigen Festungsanlagen wurden zum Teil Steinblöcke der Pyramiden verwendet, die im Mittelalter als Steinbruch missbraucht wurden. Bis in die osmanische Zeit wurden auf der Zitadelle Moscheen, Palastanlagen, Festungsbauten, Kasernengebäude und große Wachtürme errichtet. Die Zitadelle diente immer wieder als Herrscherresidenz und Regierungssitz, hoch oben geschützt vor der Bevölkerung unten in der Stadt.

Die prominente Moschee auf der Zitadelle wurde unter Pascha Mohammad Ali in Auftrag gegeben. Ihr Bau dauerte von 1830 bis 1857. Sie nahm die Stelle eines alten mamelukischen Palastes ein, der zuvor durch eine Pulverexplosion im Munitionslager zerstört worden war. Die von einem griechischen Architekten entworfene Moschee orientiert sich in ihrem Stil deutlich an Vorbildern osmanischer Baukunst in Istanbul. Eine 52 m hohe Kuppel mit 21 m Durchmesser und vier Nebenkuppeln bedecken den großen Gebetssaal der Moschee. Die zwei schlanken Minarette sind über 80 m hoch. In nordwestliche Richtung schließt sich der Vorhof an. In der Mitte des von Kolonnaden und überkuppelten Galerien umgebenen Hofes steht der überdachte Ritualbrunnen zum Reinigen der Füße. In die Architektur des Umgangs integriert ist ein verspielter Uhrturm, den 1846 der französische König Louis-Philippe dem Pascha Muhammad Ali als Geschenk schicken ließ. Er war eine Art Gegengeschenk für die Überlassung des altägyptischen Obelisken, der einst vor dem Pylon des Luxor-Tempels stand und 1835 nach Paris gebracht wurde, wo er heute auf dem Place de la Concorde steht.

Der größte Teil der Muhammad-Ali-Moschee wurde aus Kalkstein errichtet. Weil einige Bauabschnitte, insbesondere im Vorderbereich, aus Alabaster gefertigt wurden, wird sie auch Alabastermoschee genannt.

Aus derselben Zeit stammt der Bijou-Palast, der Juwelen-Palast, der sich in südlicher Richtung unterhalb der Muhammad-Ali-Moschee befindet. Er diente zeitweise als Residenz des Paschas.

Östlich neben der Muhammad-Ali-Moschee steht die ältere Moschee des Mameluken-Sultans El-Nasir Muhammad. Sie war bereits im 14. Jahrhundert errichtet worden. Von außen betrachtet hat sie festungsartigen Charakter. In ihrem Innern verbirgt sich ein offener Hof mit Kolonnadenumgang. Die Säulen der Arkaden stammen von älteren Bauten aus antiker und byzantinischer Zeit.

Ein besonders detailreiches Bauwerk ist die Suleiman-Pascha-Moschee im Nordwestabschnitt der Zitadellenfestung. Sie war 1528 unter dem osmanischen Gouverneur Suleiman Pascha vollendet worden. Die Suleiman-Pascha-Moschee ist die älteste Moschee Ägyptens, die im osmanischen Stil errichtet wurde. Mit ihren kleinen Kuppeln und dem schlanken Minarett unterscheidet sie sich deutlich vom Stil der älteren arabischen Moscheen, deren prägendes Architekturmerkmal der Innenhof mit Kolonnaden war.

Weitere erwähnenswerte Sehenswürdigkeiten und Bauten auf der Zitadelle sind die mächtigen Festungstürme Burg El-Hadid und Burg El-Ramla im Bereich der Nordwestfestung, der Haremspalast, die mächtigen Torbauten Bab El-Azab, Bab El-Gadid und Bab El-Kulla sowie das Polizeimuseum und das Militärmuseum.

Autor dieses Artikels: Mirco Hüneburg

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