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Ägyptenreise Mena House + SS Sudan im November 2008

Vom Mena House mit Blick auf die Pyramiden
Gewürzmarkt in Kairo
Altstadt Kairo
Schiff SS Sudan
Deck der SS Sudan
Tempel Kom Ombo
Assuan vom Hotel Basma
Hotel Al Moudira Poolanlage

Sehr geehrter Herr Stern, sehr verehrte Frau Zynga,

am Freitag sind wir wohlbehalten, d.h. auch ohne jegliche pharaonische Rache, aus Ägypten zurückgekehrt. Kurz gesagt: Es war traumhaft schön!

Die Organisation war von A bis Z perfekt, ohne Fehl und Tadel (außer dass der Reiseleiter am Schluss den Weckruf im Al Moudira um 3 Uhr morgens einen Tag zu früh bestellt hatte...). Die Reiseleiter Mohammed in Cairo (auch deutschsprachig und perfekt organisiert) ging mit auf die Zimmer, um zu kontrollieren, Hassan in Assuan (englisch-sprachig) ebenso nett, fürsorglich und geduldig, der letzte in Luxor s.o.. Die Reiseführer waren alle hoch professionell, sprachen exzellentes Deutsch und waren alle sehr nett: Sherif in Cairo sowie Ahmed Yehia in Luxor, auf dem Schiff (dankbar, dass er auf der SS Sudan mitfahren konnte) und in Assuan, jugendlich frisch, fast ein bisschen zu flott, ein exzellenter Gesprächspartner zu allen interessierenden Themen, Maggie Ali in Abu Simbel, fast wie eine aufgekratzte Italienerin, tolles Deutsch, eine witzige Type, nicht so geeignet für Gruppen wie "Kulturreisen" oder "Studiosus" mit vielen humorlosen Oberlehrern, aber für normale Leute mit Witz die perfekte Begleitung, enorm hilfsbereit und bescheiden (ich habe versprochen, Ihnen ihre e-Mail Adresse nebst Empfehlung zu überlassen:

Flüge: Egypt Air super-pünktlich und zuverlässig, guter Service, guter technischer Standard (Dank Star Alliance?). Umsteigezeit von 2 Stunden in Cairo auf dem Rückflug wurde voll von völlig chaotischer Sicherheitskontrolle, Einchecken und desolat lahmer und unorganisierter und teilweise schikanöser Passkontrolle und dann nochmal Durchleuchtung und noch mal Pass zeigen vollständig aufgezehrt - wir mussten am Schluss laufen, um die Maschine zu erreichen!

Hotels: Mena House: perfekt, inkl. Omar Sharif live in der Lobby und wunderschönem Pyramidenblick vom Zimmer. Grand Hyatt Cairo: Glitzer, aber Zimmer etwas abgeschabt, aber toller Blick, bekommen nach Erwerb durch saudischen Investor großen Ärger mit dem Tourismusministerium, weil sie keinen Alkohol mehr ausschenken, es droht der Verlust mehrerer Sterne. Sonesta St. Georg Luxor: hatten etwas Pech mit dem Zimmer, da im 1. Zimmer Teppichbodenkleber-Gestank des renovierten Zimmers nicht zu beseitigen war, nach Umzug besser, dafür defekte Leselampen, die entweder nicht auf Knopfdruck angingen oder sich nachts von selbst einschalteten, daneben Gesummse von Lüftungsanlagen, aber sehr freundlich und bemüht um Abhilfe. Basma Assuan: Phantastischer Blick, auch vom Zimmer. Zimmer-Ambiente nebst Flur in unserem hoch über der Anlage thronenden Anbau verströmte den Charme der (gehobenen) Privatstation eines Krankenhauses, aber okay. Restaurant hatte 2 Gesichter: Frühstück mit vergleichsweise dürftigem Buffet und stieseliger Mannschaft (wir durften nicht auf der unmittelbar davor gelegenen Terrasse frühstücken), Abendessen mit toller Küche und super-zuvorkommendem Service drinnen und draußen. Al Moudira, Luxor: Ein Traum aus 1001er Nacht mit wunderschönem Zimmer, perfektem Service, traumhafter Küche - der perfekte Schlusspunkt.
Hinweis: Das "Old Katarakt" in Assuan ist auch noch 2009 geschlossen, der Neubau wird abgerissen. Der "Winter Palace" in Luxor (Altbau) ist offen (wir haben auf der Terrasse etwas getrunken), der Neubau wird abgerissen.

Das Schiff: Die SS Sudan war allein schon die ganze Reise wert! So etwas Schönes hat der Nil noch nicht gesehen. Das Schiff ist DER Hingucker bei allen vorbeifahrenden anderen Schiffen. Unser Reiseführer Ahmed erzählte uns, seine Frau und er hätten einen Luftsprung gemacht, weil er auf der Sudan mitfahren durfte - zu Recht. Unsere Kabine Nr. 2: ein Traum! Das gesamte Ambiente: schöner geht es nicht. Service: untadelig. Publikum an Bord: Sehr angenehm (d.h. keine zur Schau gestellten Bierbäuche, keine Trainingsanzüge etc.) Kleines Manko: seitens der Schiffsleitung würde uns als einzigen Nicht-Franzosen (+ 2 franz.-schweizerischen Ehepaaren) zunächst wenig sprachliche Rücksicht zuteil, was sich erst nach einer Intervention durch französische Mitreisende änderte. Das Service-Personal war dagegen von Anfang an äußerst bemüht, uns auch in deutsch oder englisch anzusprechen. Das Schiff ist völlig auf französische Gäste eingestellt, was aber das überwältigend positive Gesamtbild nicht schmälert.

Unsere Tage "zur freien Verfügung" in Cairo und anderswo waren unverzichtbar, sehr erlebnis- und erfahrungsreich und gleichzeitig entspannend.

Ein Rat: Sie sollten sich u.E. deutlich ausführlicher zu der Bakshish-Thematik für Kofferträger, Reiseleiter und -führer, Busfahrer, Hotel- oder Schiffsservice etc. in der begleitenden Information äußern. Man steht am Anfang sehr hilflos vor diesem Thema, das für die Leute vor Ort zu den Selbstverständlichkeiten gehört.

Wie gesagt, eine wunderschöne Reise, die Sie makellos organisiert haben - unser herzlicher Dank für Ihre Leistung und auch an die Organisation vor Ort! Wenn wir wieder in Berlin sind, werden wir uns noch einmal bei Ihnen melden.

Mit herzlichen Grüßen

Beate & Ralf Kreuser