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Die Stadt Aphrodisias in der Türkei

Die Stadt Aphrodisias beschreibt eine antike Stadt, die in Karien im heutigen Südwesten der Türkei gelagert war. Die Ruinen der antiken Stadt sind nahe des heutigen Ortes Geyre. Der Stadtname Aphrodisias leitet sich vom Aphrodite-Kult ab.

Karte

Die Geschichte der Ortschaft

Die Ursprünge von Aphrodisias werden der Zeit des 3. Jahrtausends vor Christus zugesprochen. Die Stadt hieß zuerst Megalopolis, Lelegonopolis und Ninoe. Den eigentlichen Namen Aphrodisias erhielt die Stadt während der hellenistischen Zeit, also wahrscheinlich im 3. Jhd. v. Chr.

Zu größerer Bedeutung gelangte Aphrodisias im 1. Jhd. v. Chr., als die Stadt den Römern im Kampf gegen Mithridates VI. beistand. Aphrodisias entsandte unter anderem Hilfstruppen, die dem römischen Feldherrn Quintus Oppius im Jahr 88 v. Chr. beistanden. Auch während der römischen Bürgerkriege blieb die Freundschaft zwischen Rom und Aphrodisias bestehen, da sie sich langfristig zu Rom aussprach.

In der Nähe von Aphrodisias waren Steinbrüche gelegen, sodass innerhalb des Stadtgebietes die Marmorindustrie sowie eine Schule für Bildhauer entstanden. Im dritten Jahrhundert nach Christus wurde die Stadt zur Hauptstadt der Provinz Caria ernannt. Erst durch den Sieg des Christentums während der Spätantike wurde der Aphrodite-Kult innerhalb der Stadt geächtet. Zu Beginn der byzantinischen Epoche erfuhr die Stadt eine Namensänderung und war fortan als Stauropolis bekannt, was "Stadt des Kreuzes" bedeutete. Im späteren Verlauf nahm die Ortschaft den Namen der ehemaligen Provinz Caria an. Im Laufe der Zeit änderte sich Caria zu Geyre, ein Begriff, der die heutige Kleinstadt in der Nähe des antiken Aphrodisias beschreibt.

Die alte Stadt wurde durch Erdbeben und Kriege zwischen dem 7. und 13. Jahrhundert nach Christi stark beschädigt und teils vollständig zerstört. Erst im 15. Jhd. n. Chr. besiedelten Menschen erneut die Region, sodass schließlich die heutige Stadt Geyre entstand. Bis heute ist Geyre eine kleine Ortschaft mit ungefähr 1.000 Einwohnern.

Die Sehenswürdigkeiten des antiken Aphrodisias

Das Sebasteion

Die Ruinen von Aphrodisias zählen zu den Schätzen der archäologischen Arbeit. Das Sebasteium, auch als Augusteum bekannt, war einer Inschrift zufolge Aphrodite gedacht. In den Ruinen im südlichen Stadtgebiet konnten die Reliefe des Sebasteion gefunden werden, welche unter anderem die Befreiung Prometheus durch Herakles zeigen. Auch Reliefe, die Opfergaben an Aphrodite abbilden, wurden in den Ruinen gefunden.

Das Sebasteion selbst war ein korinthisches Gebäude, welches drei Geschosse aufwies, die von Halbsäulen getragen wurden. Das Sebasteion lag im Südwesten der Stadt und bestand aus zwei parallel verlaufenden Portiken, die eine Länge von 80 Metern aufwiesen. Die Portiken wurden durch eine Prozessionsstraße voneinander getrennt und waren von Halbsäulen verziert.

Ein Tor verband die beiden Portiken im Westen miteinander. Während der byzantinischen Zeit wurde im Osten des Gebäudes eine Treppe zu einem Podium errichtet, welches Fassaden aufwies, die an eine heutige Bühnenkonstruktion erinnern. Inschriften nach, wurde das Sebasteium von zwei Familien gestiftet und während der Regierungszeit von Claudius und Nero erbaut. Die Fassaden wurden von Aediculen geschmückt und bildeten Statuen ab. Durch ein Erdbeben, welches sich zwischen dem 4. und 7. Jahrhundert nach Christus ereignete, wurde das Gebäude schwer geschädigt und teils überflutet. Um das Wasser abzuleiten, errichteten damalige Architekten Wasserkanäle. Durch ein weiteres Erdbeben im siebten Jahrhundert wurde das Sebasteion endgültig zerstört.

Das Propylon

Das Propylon, auch als antiker Torbogen bezeichnet, führte zum Tempel der Aphrodite. Der als Tetrapylon gehaltene Steinbau war in Nord-Süd-Richtung erbaut worden. Wer den Torbogen durchschritt, gelangte auf einen Vorplatz des eigentlichen Tempels.

Die genaue Bauzeit des Torbogens kann nicht beziffert werden, doch wird vermutet, dass die Ruinen aus der Zeit von 200 vor Christus stammen. Das Propylon besteht aus zwei Torbögen, die von je acht Säulen gestützt werden. Ein schmaler Gang führt zwischen den Säulen hindurch und bildet den eigentlichen Gang. Die Säulen stützen ein prächtiges steinernes Spitzdach ab, welches durch Inschriften verziert ist. Das Tetrapylon wurde in der Vergangenheit renoviert. Der Drahtzieher der Renovierungsarbeiten, Professor Erim, wurde neben dem Torbogen begraben.

Aphroditetempel

Der Tempel der Aphrodite, auch als Aphroditetempel bezeichnet, war das wohl wichtigste Bauwerk der Stadt und stand im engen Zusammenhang mit dem Aphroditekult. Der Tempel wurde im ionischen Stil errichtet und stammt aus dem 1. Jahrhundert vor Christi. Noch heute stehen die 14 Säulen, die das Dach des Tempels trugen.

Der Tempel bestand aus zwei Teilen. Der heilige Teil, der ein Kultdenkmal der Göttin Aphrodite enthielt, wurde durch einen Eingangsbereich vom restlichen Gebäude getrennt. Für viele Jahre galt der Tempel als Wallfahrtsort und als Zuflucht für Schutzsuchende. Erst mit dem Einzug der Christen in die Stadt endete der Kult und der Tempel wurde zu einer Kirche umgebaut. Bis ins 11. Jahrhundert nach Christus wurde der Tempel für christliche Zwecke genutzt, bis er durch ein schweres Erdbeben zerstört wurde.

Der Tempel befindet sich neben den Ruinen der Bildhauerschule. Die Schule lieferte unter anderem Schmuckstücke, die im Inneren des Tempels aufbewahrt waren.

Bischofspalast

Der Bischofspalast liegt im Südwesten des Aphroditetempels und entstammt der Spätantike. Der Palast selbst besteht aus einem Peristylhof, der von blauen Marmorsäulen geschmückt wird.

Die Säulen stehen jeweils auf Basen. Im Inneren des Bischofpalastes liegen drei Gewölbekammern, die jedoch im späteren zeitlichen Verlauf eingebaut wurden. Die Kammern geben Platz zum südlichen Teil des Portikus hin, der den Peristylhof durchläuft. Auch der Laufgang wird von zwei blauen Marmorsäulen geschmückt.

Zwei Räume, die einen bunten Mosaikfußboden aufweisen, beschreiben das westliche Ende des Portikus. Innerhalb dieser Räume können noch heute Fresken bewundert werden. Der eigentliche Bischofspalast wurde durch einen mächtigen Eingang betreten, der direkt vom Portikus abführte. Die Halle enthielt unter anderem Latrinen und Bäder.

Odeion

Das Odeion, oder Odeon, bezeichnet eine sehr gut erhaltene Ruine von Aphrodisias. Der Komplex besteht aus Marmor und verfügt über neun Sitzreihen, die in fünf einzelne Abschnitte geteilt sind. Enge Durchgänge verlaufen zwischen den Sitzreihen, die mit Löwenpranken aus Stein verziert sind. Das Fundament des Odeons lässt darauf schließen, dass der gesamte Komplex früher überdacht war, wobei das Dach ein eigenes Stockwerk darstellte. Außerhalb des Gebäudes befinden sich bis heute zahlreiche Säulen, die dem Dach wahrscheinlich als Stützen gedient haben. Der Gesamtkomplex muss ungefähr 1.700 Menschen Platz geboten haben.

Das Dach sowie das darauf befindliche obere Stockwerk wurde laut Archäologen im vierten Jhd. n. Chr. zerstört. Es wird vermutet, dass das Odeon nach dem zerstörerischen Erdbeben teils aufgebaut wurde und als Freilichtbühne diente. Die Bühne des Odeons wurde aus farbigem Marmor gestaltet. Figuren und Statuen schmückten die Nischen der Bühne. Die Freilichtbühne gab Raum für Aufführungen verschiedenster Arten.

Es ist zu vermuten, dass auch politische Reden innerhalb der Mauern des Odeons gehalten wurden. Erst im Jahr 1965 konnten Archäologen einen außerhalb des Gebäudes liegenden Flur entdecken, der eine korinthische Gestaltung aufweist. Die Außenseite des Gangs wurde als Rückwand eines Bazars benutzt.

Hadriansthermen

Die Hadriansthermen waren gegenüber dem Agora-Tor gelegen. Von den Thermen sind zu großen Teilen ausschließlich die Säulen erhalten, allerdings kann die Ausgrabungsstätte besucht werden.

Die Thermen bestanden aus den eigentlichen Räumlichkeiten und einem Vorhof, der Archäologen Aufschluss über die Bauweise der Thermen gab. Unter anderem wurden zahlreiche Architekturteile bei den Ausgrabungen gefunden, die Pilaster aufwiesen. Auch kolossale Köpfe mit Abbildern von Herakles, Perseus, und Medusa konnten in den Ruinen gefunden werden. Der Westportikus war von einer Agora begrenzt, welche mit lebensgroßen Statuen geschmückt war.

Die Thermen selbst waren symmetrisch angeordnet und dienten dem Volk von Aphrodisias als Baderäume und zur geselligen Unterhaltung. Ein als Caladrium genutzter Mittelsaal wurde von Galerien seitlich eingeschränkt. Das Kellergeschoss der Hadriansthermen enthielt die Heizräume und Wasserkanäle, die den Thermen frisches Wasser zukommen ließen. Die komplette Thermenanlage wurde aus Sandstein errichtet, der mit Marmor verkleidet wurde.

Das Theater

Die Stadt Aphrodisias besaß zwei Theater. Neben dem Odeion wurde ein großes Theater betrieben, welches im Jahr 27 vor Christi durch Zoilos in Auftrag gegeben wurde. Das Theater wurde der Göttin Aphrodite und den Bürgern der Stadt gestiftet.

Um den Bau des Theaters zu ermöglichen, wurde der Hügel der Akropolis ausgehöhlt. Während der Ausgrabungen wurden das Erdgeschoss der Bühne sowie die unteren Sitzränge des Theaters freigelegt. Das Bühnengebäude des Theaters hat sich ehemals über drei Stockwerke erstreckt und wurde von lebensgroßen Statuen geschmückt. Einige Inschriften auf der Bühnenwand geben nochmals Auskunft über die Bedeutung der Stadt während der Antike.

Zwischen den Sitzrängen und der Bühne befindet sich ein Orchestra, welches Platz für Stierkämpfe und Gladiatorenkämpfe bot. Durch ein Erdbeben wurden große Teile des Theaters komplett zerstört, sodass heute nur noch die unteren Sitzränge und das Erdgeschoss der Bühne sichtbar sind. Angrenzend an das Theater befand sich eine Badeanstalt.

Das Stadion

Die Ruine des Stadions ist eines der Bauwerke aus der Antike, welches am besten erhalten ist und befindet sich im Norden der antiken Stadt.

Das Stadion ist elliptisch gehalten, eine Bauweise, die für Stadien aus der Zeit üblich war. Bis zu 30.000 Menschen konnten das Stadion besuchen und sich auf 22 Sitzreihen niederlassen.

Die Sitzreihen ruhen auf schrägen Gewölben, die Lagern und Geschäften Platz boten. Um in den Zuschauerraum zu gelangen, standen mehrere Tunnel offen. Der Nutzen des Stadions galt zuerst ausschließlich athletischen Veranstaltungen. Erst später wurde das Stadium als Arena genutzt, in der auch Gladiatorenkämpfe stattfanden. Auch Volksabstimmungen fanden im Stadion statt.