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Tote Meer - berühmt für seinen hohen Salz- und Mineraliengehalt

Eingebettet zwischen schroffen Felsen und hohen Tafelbergen, im Grenzgebiet von Israel, Palästina und Jordanien, liegt das großartigste Naturwunder der Region: das Tote Meer. Die Uferregion des Sees ist die tiefstgelegene Landschaft der Erde. Bekannt ist das Tote Meer für seinen hohen Salzgehalt.

Tote Meer

Das Tote Meer im Grenzgebiet von Israel, Palästina und Jordanien.

Nur rund 40 Kilometer von Jerusalem entfernt, lässt sich das Tote Meer problemlos mit dem Auto oder sogar mit dem öffentlichen Bus anfahren. Überraschend ist der Klima- und Landschaftsunterschied zwischen den Bergen um Jerusalem und der Wüstengegend des Toten Meeres. Am Toten Meer herrscht Wüstenklima. Im Sommer sind Rekordtemperaturen keine Seltenheit. Um die Mittagszeit muss man mit über 40 Grad Celsius rechnen. Die Hitze staut sich im tiefen Tal.

Berühmt ist das Tote Meer für seinen hohen Salz- und Mineraliengehalt. Der Salzgehalt schwankt von Ufer zu Ufer, Tiefe und jahreszeitbedingter Verdunstung. Mit einem Mittelwert von mehr als 30 Prozent ist er aber stets hoch genug, um jedes tierische oder pflanzliche Leben im See unmöglich zu machen. Fischfang gibt es daher nicht. Dort, wo der Salzgehalt besonders hoch ist, bilden sich Salzsäulen und allerlei bizarre Formationen. Das träge Wasser schimmert in allen Blau-, Türkis- und Grünvariationen.

Das Tote Meer mit seinem hohen Salz- und Mineraliengehalt - © STERN TOURS

Baden ist möglich. Dem Wasser werden heilende Eigenschaften zugesprochen. Kurgäste finden vor allem Heilung gegen Haut- und Gelenkleiden. Das Salz des Toten Meeres wird auch als Speisesalz in alle Welt exportiert. Das kuriose beim Bad im Toten Meer ist, dass man nicht untergehen kann. Man kann sich zwar ins Wasser setzen oder durch das flache Uferwasser waten, aber nicht tauchen. Auch normales Schwimmen ist nicht möglich. Gefährlich ist es, Salzwasser in die Augen zu bekommen. Außerdem darf man es auf keinen Fall trinken.

Wie kam das Tote Meer zustande?

Geologisch befinden wir uns am Toten Meer in dem Gebiet eines Grabenbruches. Die Erdkruste reist hier auseinander. So entstand ein tiefes Tal, eine Senke weit unterhalb des Meeresspiegels. Im Laufe der Jahrtausende sammelte sich im Tal das Wasser des Jordan und vieler kleiner Wadis, die nur jahreszeitlich Wasser führten. Da das Tal keinen Abfluss hat und durch die Hitze das Wasser stark verdunstet, stieg der Salzgehalt im Laufe der Jahrtausende an. Je nach Klimaschwankung und Wasserzufuhr schwankten der Wasserspiegel, die Wasseroberfläche (heute rund 1000 Quadratkilometer) und der Salzgehalt. Heute liegt der Wasserspiegel des Toten Meeres rund 418 Meter unterhalb des Meeresspiegels vom Mittelmeer. Ohne Wasser würde die Talsohle an seiner tiefsten Stelle sogar 794 Meter unterhalb des Meeresspiegels liegen, denn das Tote Meer ist bis zu 376 Meter tief.

Am Toten Meer sollen nach biblischer Überlieferung einst die Städte Sodom und Gomorra gelegen haben, die aufgrund ihres sündigen Lebenswandels zerstört wurden. Ob es sich hierbei um eine Sage handelt oder um eine Legende, die auf einer alten Tatsachenerzählung beruht, weiß man nicht. Da es sich um ein geologisch aktives Gebiet handelt, könnte dies als eine Anspielung auf eine tatsächliche Naturkatastrophe gedeutet werden.

Orte und Ausflugsziele am Toten Meer

Die berühmteste Sehenswürdigkeit am Westufer des Toten Meeres ist die Felsenfestung von Masada. Auf einem hohen Tafelberg am Rande des Tales hatte König Herodes einst einen Palast errichten lassen. Im Jahre 73 n. Chr. fand hier eine spektakuläre Belagerung statt. Jüdische Freiheitskämpfer hatten sich auf dem Felsplateau verschanzt. Doch die Römer errichteten eine riesige Belagerungsrampe, die bis zur Festungsmauer am Plateaurand führte. Schließlich konnten die Römer die Festung einnehmen. Doch die Widerstandskämpfer hatten zuvor kollektiv den Freitod gewählt.

Etwas nördlich von Masada liegt der Naturschutzpark En Gedi. Hier kommt Süßwasser aus verschiedenen Felsquellen, die eine einzigartige Naturoase mit Wildtieren und üppiger Vegetation haben entstehen lassen.

Ebenfalls am nördlichen Westufer des Toten Meeres befindet sich die historische Stätte von Qumran. Dort wurde eine frühchristliche klosterartige Siedlung ausgegraben. In den Höhlen des nahe gelegenen Wadi Qumran wurden Schriftrollen mit biblischen Texten gefunden.

Nördlich des Salzsees setzt sich die tiefe Ebene fort. Die nächste Stadt im Westjordanland oberhalb des Toten Meeres ist die uralte Oasenstadt Jericho. Die aus der Bibel bekannte Stadt ist der älteste fast durchgehend bewohnte Ort der Welt.

Für Kurgäste und gesundheitsbewusste Touristen gibt es an der Westküste des Toten Meeres verschiedene Kurzentren mit umfangreichen Angeboten an Thermal-, Salzseeschlamm- und Salzwasserbehandlungen. Wichtige Kurzentren sind Einot Tsukim, Neve Midbar, Atraktzia, En Gedi, Neve Zohar und En Boqeq. Die geographische Nähe zu Jerusalem und vielen anderen Orten Israels ermöglicht eine praktische Kombination aus Kuraufenthalt und Erlebnisurlaub mit Ausflügen zu historischen und biblischen Stätten.


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